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Grundriß der Physik für Studierende, besonders für Mediziner und Pharmazeuten : mit 125 Abb.
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Gesetze der luftförmigen Körper.

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Fig. 30.

Demnach ist die Größe des Luftdrucks auf 1 qcm = 76 .13,6, alsoca. 1 kg. Diese Druckeinheit nennt man eine Atmosphäre; dem-nach ist z. B. ein Druck von 2 Atmosphären vorhanden, wenn einDampf oder eine Flüssigkeit auf 1 qcm ihrer Wandung einen Druckvon 2 kg ausübt. Der Luftdruck auf die gesamte Oberfläche einesMenschen beträgt ca. 15 000 kg. Daß dadurch der Mensch nichtzerdrückt wird, beruht darauf, daß auch im Innern des Körpers dergleiche Luftdruck herrscht. Der Luftdruck ist es auch z. B., der denOberschenkelknochen in der Pfanne des Beckens hält.

§ 47. Das Barometer 1 dient zum Messen des Luftdrucks.

1) Die Gefäßbarometer (Fig. 30) entsprechen ge-nau dem ToBKiCELLi'schen Apparate [§ 46] und sind des-halb nicht sehr praktisch, weil sie schlecht transportabelsind, und weil das Flüssigkeitsniveau im unteren Gefäß,und damit auch der Nullpunkt der Skala, fortwährendwechselt. Das beste Gefäßbarometer ist das von Fortist,bei dem das Quecksilber sich unten in einem Lederbeutelbefindet, der durch eine Schraube gehoben und gesenktwerden kann So kann das Quecksilberniveau stets aufdie gleiche Höhe eingestellt werden.

2) Die Heberbarometer (Fig. 31) bestehen aus einer heber-artigen Glasröhre mit offenem kurzen und geschlossenem langenSchenkel. Die Größe des Luftdrucks wird hier durch denNiveauunterschied der Quecksilbersäulen in beiden Bohren

Gute (Gefäß- und Heber-) Barometer müssen folgende Be-dingungen erfüllen:

1) Das ToKRicELLi'sche Vakuum muß ganz luftleer sein. Manerreicht das durch Auskochen des Quecksilbers in der Bohre;dadurch wird nämlich die der Glaswand anhaftende Wasserhautausgetrieben, die sonst in das Vakuum verdampfen würde.

2) Die Glasröhre muß genau kalibriert sein, d. h. die ein-zelnen Striche der Skala müssen gleichen Volumsteilen der Bohre Fig. 31.entsprechen.

3) Das Quecksilber muß rein sein, da sonst sein spezifisches Gewichtbeeinflußt wird. Da auch die Temperatur einen Einfluß hat, indem dasQuecksilber durch die Ausdehnung bei der Erwärmung ein kleineres spezi-fisches Gewicht bekommt, so reduziert man die Beobachtungen auf eineTemperatur von 0°, d. h. man berechnet, welche Höhe das Quecksilber bei 0°haben würde. Man spricht dann von reduziertem Barometerstand.Abgelesenen Barometerstand nennt man dagegen die Niveaudifferenz

1 ß&Qog Schwere, ßstQOV Maß.