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Aloe.
Stammpflanze: Aloe fcrox Miller und Aloe, africana Miller. Fam.nat.: Liliaceae.
Vorkommen: Die Aloearten kommen wild und kultiviert in verschie-denen Gegenden Afrikas, namentlich im Capland sowie in Indien, denMittelmeerländern und Westindien vor.
Angewandtes Pflanzenprodukt und Herstellung der Arzneiformen:Der aus den Blättern gewonnene, eingekochte und getrocknete Saftwird nach Vorschrift des § 4 zur Herstellung einer Tinktur undnach Vorschrift des § 7 zur Herstellung von Verreibungen benutzt. DieTinktur wird mit GO^igem Alkohol bereitet.
Beschreibung der Droge: Die Aloe muss den im Deutschen Arznei-buch gestellten Anforderungen entsprechen.
Charakteristik der Tinktur: Die Tinktur zeigt ein spez. Gewichtvon 0,974 bis 0,980 bei 17,5°. 10 Gramm Tinktur hinterlassen nachdem Eindampfen und Trocknen 1,7 bis 1,8 Gramm Rückstand. Werden5 Gramm der Tinktur mit 5 Gramm Aether gemischt, die Mischungdarauf mit 5 Gramm Wasser geschüttelt, die ätherische Schicht ab-gehoben und filtriert und mit dem gleichen Volumen Wasser und einigenTropfen Ammoniak unter Schütteln schwach erwärmt, so färbt sich diewässrige Schicht kirschrot. Die Tinktur ist von dunkel grünbraunerFarbe und intensiv bitterem Geschmack.
Der Arzneigehalt der Tinktur ist gleich l / i0 .
Die Potenzen werden bis zur dritten Decimalverdiinnung mit GO^igem,von der vierten an mit 90#igem Alkohol bereitet. In 1 cm dicker Schichtsind die niederen Potenzen bis einschliesslich der vierten Decimalver-diinnung bräunlich bis gelblich gefärbt.
Litteratur: Hering, A. A. P. pag. 706 u. ff. — Journ. de la soo. gall. Tom.III, 9, pag. 375. — Oestr. Zeitschr. f. Hom. I, pag. 38.