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Aconitum.
Eisenhut,Stammpflanze: Aconitum Napellus L. Farn, nat.: Ranuneiilaceae.
Vorkommen: Aconitum Napellus wächst in Europa und Asien aufMatten der Alpen und Voralpen wild und wird ausserdem häufig kultiviert.
Angewandter Pflanzenteil und Bereitung der Arzneiform: Die ganzen,wildwachsenden, frischen Pflanzen, zur Zeit der beginnenden Blüte ge-sammelt, werden nach Vorschrift des § 1 zur Herstellung einer Essenzbenutzt.
Beschreibung der Pflanze: Die Pflanzen werden bis 1,50 m hoch,der Stengel ist unbehaart, krautig; die Blätter sind oberseitig dunkel-grün, glänzenci, unterseits heller, tief-handförmig-fünf- bis siebenteiligmit keilförmigen, eingeschnittenen Abschnitten. Die unteren Blätter sindlanggestielt, die oberen kürzer gestielt bis sitzend. Die in endständigen,lockeren Trauben stehenden, dunkelblauen Blüten sind aus fünf Blumen-blättern gebildet, von denen das nach oben gerichtete helmartig ge-wölbt ist.
Charakteristik der Essenz: Die Essenz zeigt ein spezifischesGewicht von 0,935—0,950 bei 17,5°. 10 Gramm Essenz hinterlassennach dem Eindampfen und Trocknen 0,25 — 0,40 Gramm Rückstand.Die in Wasser unlöslichen Anteile sollen h% des Rückstandes nichtübersteigen und der in dem Rückstände enthaltene Zucker soll nichtüber 30^ des letzteren betragen. Die aus 25,0 Gramm Essenz nach§ 15 isolierte Alkalo'idmenge soll mindestens 0,015 Gramm betragenund also 3,0 cm 3 Hundertstel-Normalsalzsäure zur Sättigung verbrauchen.Die Essenz ist völlig klar, von kaffeebrauner Farbe, besitzt narko-tischen Geruch und widerlichen Geschmack.
Der Arzneigehalt der Essenz ist gleich 1 / 2 -
Die Potenzen werden bis zur dritten Decimalvcrdünnung mit60^igem, von der vierten an mit 90^igem Alkohol bereitet. Dieniederen Potenzen sind bis einschliesslich der zweiten Decinial-verdünnung in 1 cm dicker Schicht gelblich gefärbt.
Litteratur: Ilalmemann, K. A. M. L. I, pag. 436. — Allen, mal med., I, 12