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2 (1912) Organischer Teil
Entstehung
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Hämoglobin.

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ferner Pyrimidinderivate und Pürinbasen, wie Adenin, Guanin, Xanthin.Hierdurch unterscheiden sich die Nucleoprote'fde von den oben be-schriebenen. Nucleoalbuminen, die keine Nuclei'nsäuren nebst derenSpaltungsstücken liefern.

Ein aus den Zellkernen der Hefe gewonnenes Nucle'in, das eine sehr starkeVermehrung der weißen Blutzellen hervorruft, wird in subkutaner Injektion gegenLupus angewandt. Auch die aus Hefe gewonnene Nuclei'nsäure findet als Natrium-salz, Natrium nuclei'nicum, gegen allgemeine Schwächezustände Anwendung.

Hämoglobin. Das Blut verdankt seine rote Farbe dem Hämo-globin und dessen Verbindung mit Sauerstoff, dem Oxyhämoglobin,die den Hauptbestandteil der roten Blutkörperchen bilden. Das Hämo-globin nimmt sehr leicht Sauerstoff auf und geht in Oxyhämoglobinüber. Durch Zerstörung der roten Blutkörperchen, z. B. durch Wasser,geht der Blutfarbstoff in Lösung, und das Oxyhämoglobin kann kristal-lisiert erhalten werden. Es enthält außer Kohlenstoff, Wasserstoff,Stickstoff etwa 0,65<>/o Schwefel und. 0,47 o/o Eisen. Durch Säurenund Alkalien wird es sehr leicht gespalten, wobei Hämatin und einGlobin genannter Eiweißkörper entsteht. Das Oxyhämoglobin derverschiedenen Tiere zeigt das gleiche Verhallen gegen das Licht. Einestark verdünnte Lösung zeigt im Spektroskop zwei dunkle Absorptions-streifen im Gelb und Grün (zwischen den FRAUNHOFER'schen LinienD und E). Sowohl im Vakuum der Luftpumpe, wie unter dem Einflußreduzierender Stoffe, wie Schwefelammonium, gibt das Oxyhämo-globin seinen Sauerstoff ab und geht in Hämoglobin über. Hierbeiverschwinden die beiden Absorptionsstreifen und es tritt ein breitesAbsorptionsband auf, dessen Mitte dem hellen Zwischenraum zwischenden beiden Absorptionsstreifen des Oxyhämoglobins entspricht. Wiemit Sauerstoff, vermag das Hämoglobin sich auch mit andern Gasenzu verbinden, z. B. mit Kohlenoxyd, das sogar den locker gebundenenSauerstoff verdrängt und das Blut zur Aufnahme von Sauerstoff un-tauglich macht (vgl. Bd. I, S. 240). Auch Blausäure, Stickoxyd, Ace-tylen verbinden sich mit Hämoglobin. Die Fähigkeit, des Hämoglobins,aus der Luft Sauerstoff aufzunehmen und sich mit ihm zu Oxyhämo-globin zu verbinden, das ihn unter geeigneten Umständen wieder ab-gibt, ist für die Atmung und für die Versorgung des Körpers mitSauerstoff, der zur Oxydation der Nahrungsmittel und dadurch zurErzeugung der tierischen Wärme dient, von entscheidender Bedeu-tung (Bd. I, S. 42).

Oxydationsmittel führen, das Oxybämoglobiti in Methämoglobinüber, wobei die rote Farbe in Braun übergeht. Methämoglobin enthältebensoviel Sauerstoff wie Oxyhämoglobin, aber fester gebunden. Esbildet sich auch bei der Fäulnis des Blutes und bei manchen Ver-giftungen, wie durch Kaliumchlorat.

Unter den Spaltungsprodukten des Blutfarbstoffs ist das Hä-matin am genauesten untersuch!. Es besitzt die ZusammensetzungGuH^O.J^Fe und entsteht bei der Zerlegung des Oxyhämoglobinsdurch höhere Temperatur, durch Säuren oder Alkalien, oder bei derVerdauung durch Pepsinsalzsäure. In Gestalt seines Chlorids, desHämins oder der TEiCHMANN'schen Kristalle, erhält man dasHämatin beim Erwärmen von Blut mit Eisessig und Kochsalz. DasHämin entsteht aus dem Hämatin durch Ersatz eines Hydroxyls durchChlor, es besitzt demnach die Zusammensetzung CaJLgO.ÄFeCl. Die