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Harze.
und Harzseifen zum Leimen des Papiers. Billige Sorten, wie Kolo-phonium, werden durch trockne Destillation auf Harzöl verarbeitet.
Für die Untersuchung der Harze ist außer den Löslichkeits-verhältnissen, einigen Farbenreaktionen und der Bestimmung desAschengehalts, wie bei den Balsamen, Säurezahl und Verseifungs-zahl von Wichtigkeit. Auch die Bestimmung des alkalilöslichen An-teils und die Jodzahl dienen zu ihrer Charakterisierung.
Benzoc ist das Harz einer hinterindisehen Stryraxart. In den unverletztenPflanzen kommt sie nicht vor, sondern entsteht erst durch Verwundung als pathologischesSekret. Man unterscheidet nach ihrer Herkunft verschiedene Arten, von denen dieSiam- und die Palembangbenzoe nur Benzoesäure, die Sumatra- und Penang-benzoe neben Benzoesäure auch Zimtsäure enthalten. Offizineil ist nur die Siambenzoa,die aus gelblichweißen bis braunroten, innen weißlichen Stücken besteht und vanille-artigen Geruch besitzt, der besonders beim Erwärmen hervortritt. Sie enthält über20% freie Benzoesäure und etwa 0,15% Vanillin. Das den Hauptteil bildende Harzist ein Gemenge von Estern der Benzoesäure mit Harzalkoholen. Erhitzt man Benzoeim Reagensglase, so entweichen benzoesäurehaltige, stechend riechende Dämpfeund der kalte Teil der Gefäßwand bedeckt sich mit Nadeln von Benzoesäure. Inkonzentrierter Schwefelsäure löst sich Benzoe mit karminroter Farbe, die auf Zusatzvon Wasser in Violett übergeht. In 5 T. Weingeist löst sie sich bis auf einen.geringen Rückstand, die Lösung wird durch Wasser milchig getrübt und reagiertsauer. In Schwefelkohlenstoff erweicht das Harz beim Erwärmen, und aus der farb-losen, vom Harz abgegossenen Flüssigkeit kristallisiert beim Erkalten Benzoesäure.Die Prüfung richtet sich hauptsächlich auf eine Verwechselung mit Sumatrabenzoe,die zimtsäurehaltig ist. Beim Erwärmen von 1 g Benzoe mit 0,1 g Kaliumpermanganatund 10 cem Wasser würde die Zimtsäure zu Benzaldehyd oxydiert werden, der sichdurch den Geruch bemerkbar macht (vgl. die Prüfung der Benzoesäure, S. 316). Der inWeingeist unlösliche Anteil der Benzoesäure darf höchstens 5%, ihr Aschengehalt,höchstens 2°/ 0 betragen.
Drachenblut, Sanguis Draconis, ist das rotbraune Harz der Früchte einerPalme Ostindiens, Daemonorops Draco. Es kommt meistens als Stangendrachenblutiin den Handel, ist braun und gibt einen blutroten Strich, Es löst sich leicht inAlkohol und Äther und besteht hauptsächlich aus Benzoesäureestern verschiedener;Resinotannole.
Cuiajaldiarz, Resina Guajaci, stammt von den in Westindien heimischeinZygophyllaceen Gnajacum officinale und Guajacum sanetum. Es ist dunkelgrün bisbraunschwarz, riecht beim Erwärmen nach Benzoe und löst sich in Alkohol, Ätherund Chloroform mit brauner Farbe. Oxydierende Reagenzien färben es tief-blau. Es enthält mehrere Harzsäuren, Spuren von Vanillin, Gummi, ein Saporhn undindifferente Stoffe.
Aloe wird aus dem Saft, der aus den abgeschnittenen Blättern verschiedenerAloearten ausfließt, durch Einkochen gewonnen. Aloe kommt namentlich aus Süd-afrika (Kap-Aloe), aber auch aus Westindien in den Handel. Sie bildet dunkelbraune,grünlich schimmernde Massen von bitterm Geschmack und muscheligem Bruch. Dieoffizineile Kap-Aloe ist infolge der hohen Temperatur, die beim Einkochen desSafts angewandt wird, zu einer glasigen Masse geschmolzen und zeigt daher unterdem Mikroskop keine Al ,om kristalle, die die andern Sorten aufweisen. Der Aloesaftgehört zu den Milchsäften und bildet eine Emulsion aus Harzkügelchen. Der wichtigsteBestandteil der Aloe ist der kristallinische Bitterstoff Aloin, C 16 H 1(; 0 7 • 3H 2 0, fernerenthält sie Emodin (S. 352), die beide die abführende Wirkung bedingen. Die Haupt-menge besteht aus Harz. Kochendes Wasser löst die Aloe, doch scheidet sich dasHarz beim Erkalten wieder ab, während Aloin in Lösung bleibt. In 5 T. Weingeistist Aloe löslich, ebenso in Kalilauge, Eisessig und Glycerin, aber sehr wenig in Chloro-form und Äther. Zur Kennzeichnung der offizineUen Kapaloe übergießt man einenSplitter mit Salpetersäure, worauf nach einigen Minuten eine grünliche, bei andernAloesorten eine rötliche Färbung auftritt. Löst man 1 T. Kapalos in 100 T. heißemWasser, so fluoresciert die Lösung auf Zusatz konzentrierter Boraxlösung. Auch einigeandere Aloearten zeigen diese Reaktion.
Elemi ist das Harz einer Anzahl Burseraceen und Rutaceen. Die wichtigste Sorteist das Mianila-Elemi, das auf den Philippinen aus dem Stamme von Canariumcommune gewonnen wird. Es bildet eine weiße, salbenarfige Masse von kräftigem,an Dill, Citronenöl und Terpentinöl erinnerndem Geruch und ist in Äther, Chloroform,Schwefelkohlenstoff, Benzol und siedendem Weingeist völlig, in kallern Weingeist und