Alicyclische Verbindungen.
cir,<
,CH 2 Br^CH 2 Br
2 Na
= CH.,<
,CH 2
V CH,
2 NuBr
JJas Trimethylen ist ein Gas. Es addiert Jodwasserstoff unter Übergang inPropyljodid, CH 3 — CH 2 -—CH 2 J, doch findet die Addition schwieriger statt als beidem ihm isomeren Propylen, CH 3 = CH— CH a . Zahlreiche Derivate des Trimethylenss md durch Umsetzung der Dinatriumverbindimg des Malonsäureesters mil Dihalogcnidendargestellt, worden (S. 184), ■/.. B.:
CH 2 Br /C0 2 -C 2 H 6
+ Na 2 C<"CH 2 Br XJCyC 2 H 5
CH 2>< C0 2 .C 2 H 6 + 2NaBr
CIL/ s C0 2 -C 2 H 5Trimethylendicarbonsäureester.
Tetramethylen ist noch nicht dargestellt worden, doch kennl man Derivatedos Kohlenstoffvierrings. Man erhält sie mit Hilfe der soeben angeführten Malon-saureestersvnthese, wenn man an Stelle von 1 2-Dihalogeniden 1,3 Dilialogenido, z. B.Trimethylenbromid, CH 2 Br — CIL, — CH 2 Br, verwendet.
Viel besser untersucht sind die Derivate des Pentamethylens, von deneneinige im kaukasischen Erdöl vorkommen. Das Pentärnethylen oder Cyclo-pentan selbst ist eine bei 50,8° siedende Flüssigkeit. Zu einem Pentamethylen-derivat gelangt, man von der Adipinsäure aus durch Destillation ihres Calciumsalzos(S. 187). Hierbei entsteht das Cyclopentanon (Formel II), durch dessen Reduktiondas Pentamethylen oder Cyclopentan (Formel I) gewonnen wurde.
I
CH
CLLII i 2
CH, S
CH = CLI N
i 2 '" Z >CH 2 '"">CO ">CH 2
CH 2 — CH/ CH, — CH, 7 CH = CLL
Cyclopentan. Cyclopentanon. Cyclopentadien.
' °nlaniethylenderivate sind auch auf andern Wegen mehrfach dargestellt worden,/j - I!. durch Einwirkung von 1,4 Dihalogenverbindungen auf Dinatriunmialonsäureester.Auch die Umwandlung von seehsgliedrigen Ringsystemen in fünfgliedrige ist wieder-holt gelungen.
Von Interesse ist eine Verbindung, die ein ungesättigtes Pentamethylendarstellt, das Cyclopentadien (Eormel III), das sich im Steinkohlenteer findet und' einebei 4^0 siedende Flüssigkeit darstellt. Das Cyclopentadien ist dadurch bemerkens-wert, daß die Wassers toffatome seines Methylens eine ähnliche Reaktionsfähigkeitbesitzen wie die des Methylens im Acetessigester und in der Malonsäuro (S. 17<HUnd 184). Man führt diese Erscheinung auf die Nachbarschaft des Methylens mit denheiden Doppelbindungen zurück, da sich allgemein beobachten läßt, daß die An-' ; ) u fung von Doppelbindungen einer Molekel negativen Charakter verleiht und dieWasserstoffatome eines benachbarten Methylens reaktionsfähig macht.
Das Hcxamethylen oder Cyclohcxan, C e H 12 (Siedepunkt 81°), ist identischmit Hexahydrobenzol (s. dort). Für dieses wie für das Cycloheptan, C 7 H U (Sicde-I'unkt 117), das Cyclooctan, C 8 H 16 , und das Cyclononan, C 9 IL 1S , ergeben sich analoge"ddungsweisen wie für das Cyclopentan. So entsetht durch Destillation des Calcium-Sa lzes der Korksäure ein Suberon genanntes Keton der Cycloheptanreihe:
CH 2 .CH 2 .CH 2 .C0 0> = CH 2 .CH 2 .CH 2>co ^
CH ; ,-CH 2 -CH,.C00 /Korksaures Calcium.
CH., • CH 2 • CH 2Suberon.
: 'ebengliedrige Kohlenstoffringe finden sich auch in manchen Alkaloidcn, z. B.)ln Atroph), und Kokain, aus denen sich durch Abbau eine Verbindung mit dreiDoppelbindungen, das Cy cloheptatrien oder Tropiliden gewinnen läßt:
pH-CHiCHx
CIL. CH • ClY, der Granatwurzelrinde zugrunde liegt, durch deren Ab-
>au das Cyclooctan erhalten werden kann. Es siedet bei 150°.
Das Cyclooctan ist dadurch bemerkenswert, daß sein Ring-!H,. system sowohl dem Kautschuk als auch den Alkaloidcn