üxydimetrische und jodometrische Bestimmung des Eisens.
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Ammoniumsulfid ruft dieselbe Reduktion hervor und fällt das Ferrojonals Ferrisulfid. Kaliumferrocyanid fällt Berlinerblau. Kaliumrhodanid^KCNS, ruft in Ferrisalzlösungen eine blutrote Färbung hervor, dieauf der Bildung von Ferrirhodanid, Fe(CNS) 3 , beruht. Da die Ferri-jonen nur schwach gefärbt und Rhodanjonen, (CNS)', farblos sind,so muß die rote Farbe dem nicht dissoziierten Salz zukommen, wassich auch daraus ergibt, daß das Eisenrhodanid beim Schütteln derLösung mit Äther mit roter Farbe in diesen übergeht, in ätherischerLösung findet aber keine Jonenbildung statt (S. 93).
Zur gewichtsanalytischen Bestimmung fällt man das Eisen durchAmmoniak als Hydroxyd und führt dieses durch Glühen in Oxydüber, das gewogen wird.
Die oxydimetrische und jodometrische Bestimmung desEisens. Auf maßanalytischem Wege läßt sich das Eisen in den Ferro-v erbindungen durch Titration mit Kaliumpermanganat bestimmen(S. 403). Die Titration wird in schwefelsaurer Lösung vorgenommen,und beruht auf der Reaktion:
10FeSO 4 + 2 KMn0 4 + 8H 2 S0 4 = 5 Fe 2 (S0 4 ) 8 + K 2 S0 4 + 2 MnS0 4 + 8H,0.Man bedient sich hierzu einer Kaliumpermanganatlösung, derenWirkungswert man durch Titration einer abgewogenen Menge Ferro-ammoniumsulfat bestimmt hat. Die Menge Eisen, die durch 1 cemder Kaliumpermanganatlösung aus der Ferrostufe zur Ferristufe oxy-diert wird, nennt man den Eisentiter der Permanganatlösung. Aufdiesem Wege läßt sich auch das Eisen im Ferrum pulveratum be-stimmen, indem man eine gewogene Menge (0,1 g) in verdünnterSchwefelsäure löst, und bis zur bleibenden Rötung mit Kalium-permanganatlösung titriert. Will man das Eisen in einem Ferrlsalzoxydimetrisch bestimmen, so muß es erst zu Ferrosalz reduziert,werden. Man bringt hierzu in die schwefelsaure Lösung des Ferri-salzes ein Stück Zink und erwärmt bis zur völligen Reduktion:Fe 2 (S0 4 ) 3 + Zn = 2FeS0 4 -f ZnS0 4oder 2Fe""-j~Zn = 2Fe' , -fZn".
Die reduzierte Lösung wird vom Zink abgegossen und titriert.
Fernverbindungen lassen sich direkt auf jodometrischem Wegebestimmen, da sie in saurer Lösung durch Jodwasserstoifsäure unterJodausscheidung reduziert werden:
FeCl 3 -f HJ = FeCl 8 + J + HCloder Fe"" + J' = Fe"-! r J.Die Reaktion ist aber umkehrbar und sie verläuft nur bei einemgroßen Überschuß von Jodjonen und in mineraisaurer Lösung praktischvollständig. Man gibt daher zu der schwefelsauren Lösung des Ferri-salzes einen beträchtlichen Überschuß von Kaliumjodid (etwa das zehn-fache der für die Reaktion erforderlichen Menge), läßt die Mischungeine Stunde in verschlossenem Gefäß stehen und bestimmt das aus-geschiedene Jod durch Titration mit Vio-Normal-Natriumthiosulfatlösung(S. 312). 1 cem Yio-Normal-Natriumthiosulfatlösung entspricht 0,0127 gJod und 0,00558 g Eisen.
Um den Eisengehalt von Ferrosalzen jodometrisch zu bestimmen,müssen sie erst zu Fernverbindungen oxydiert werden, was am ein-fachsten geschieht, indem man zu ihrer schwefelsauren Lösung so vieleiner verdünnten Kaliumpermanganatlösung gibt, bis die rote Farbe