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1 (1910) Anorganischer Teil
Entstehung
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408
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4Ö8 Eisen.

wesentlichen aus basischem Calciumphosphat bestehen, bilden dasals Thomasmehl in den Handel kommende Düngemittel (S. 322).

Das Schmiedeeisen ist das kohlenstoffärmste technisch verwendeteEisen. Sein technischer Wert liegt darin, daß es sich schmieden undschweißen läßt, das heißt, daß es weit unter seinem Schmelzpunkte,etwa bei 600°, weich und hämmerbar wird. Schmiedeeisen mit mehrals 0,5 o/o Kohlenstoff ist der Stahl, der härter und elastischer ist alsdas gewöhnliche Schmiedeeisen. Er enthält meistens 0,5—1 o/o Kohlen-stoff, stellt, aber eine völlig homogene Masse dar und wird daher alseine feste Lösung von Kohlenstoff in Eisen betrachtet (S. 327). DieEigenschaften des Stahls werden. durch die Art seiner Behandlungsehr beeinflußt, den größten Härtegrad erreicht er durch schnellesAbkühlen aus glühendem Zustande. Durch Beimengungen andererMetalle erhält er Eigenschaften, die seinen Wert für besondere Zweckeerhöhen, durch einen Zusatz von Mangan, Chrom und Wolfram wirder härter, Nickel und Aluminium machen ihn elastischer und leichterschmiedbar.

Physikalische Eigenschaften. Das Eisen besitzt das spezi-fische Gewicht 7,84, es kristallisiert in regulären Würfeln und Ok-taedern, ist bläulichgrau, fast weiß, glänzend und sehr politurfähig.Es gehört zu den zähesten Metallen, doch ändern sich seine mecha-nischen Eigenschaften durch fortgesetzte Stöße und Erschütterungen,wodurch es kristallinisch wird. Die auffälligste physikalische Eigen-schaft des Eisens ist sein Magnetismus. Manche Eisenerze, namentlichder Magneteisenstein, Fe 3 0 4 , sind von Natur magnetisch, metallischesEisen hingegen wird es erst durch Berührung mit einem Magnet.Die Eigenschaft, dauernd magnetisch zu werden, kommt nicht demEisen, sondern nur dem Stahl zu. Das Eisen ist zwar ein guterLeiter der Wärme und Elektrizität, steht aber hierin dem Silber undKupfer bedeutend nach. Chemisch reines Eisen kann man durchBeduktion von Eisenoxyd im Wasserstoffstrome herstellen, es schmilztbei etwa 1600°, das technisch verwendete Eisen schmilzt infolge seinesKohlenstoffgehalts beträchtlich leichter. Aus dem reinsten, technischhergestellten Eisen besteht der Blumen- oder Klavierdraht, doch istauch er noch kohlenstoffhaltig.

Chemische Eigenschaften. Bei gewöhnlicher Temperatur wirddas Eisen von trockner Luft nicht angegriffen, in feuchter Luft hin-gegen bildet sich an seiner Oberfläche wasserhaltiges Oxyd, es rostet.Auch in Berührung mit lufthaltigem Wasser tritt das Rosten schnellein, wird aber durch ätzende und kohlensaure Alkalien schon insehr verdünnter Lösung verhindert, ebenso durch Berührung des Eisensmit Zink, weil das Eisen gegenüber dem Zink elektronegativ ist, sodaß zunächst das Zink in Lösung geht. Das Verzinken eisernerGegenstände (Galvanisieren) ist daher ein gutes Mittel gegen Rosten,während die Verzinnung nur einen, mechanischen Schutz gewährt(S/258 und 344). Beim Glühen an der Luft überzieht sich das Eisen miteiner schwarzen Schicht von Eisenoxyduloxyd (Hammerschlag), beiWeißglut verbrennt es unter Funkensprühen. Auch mit den Halogenenverbindet es sich leicht. Mit den meisten Metallen bildet das EisenLegierungen. Verdünnte Schwefelsäure und Salzsäure lösen es unterWasserstoffentwicklung, konzentrierte Schwefelsäure ist in der Kälteohne Einwirkung, verdünnte Salpetersäure löst es unter Entwicklung