Muminiumchlorid.
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Bildung verhindert wird. Eine beträchtliche Menge findet auch zur Re-duktion anderer Metalle aus ihren Oxyden nach dem Goldschmidt-schen Verfahren Verwendung, das darauf beruht, daß das Aluminiuminfolge seiner besonders großen Affinität zum Sauerstoff, mit dem essich unter sehr starker Wärmeentwicklung verbindet, anderen Metall-oxyden den Sauerstoff entzieht. Auf diesem Wege kann man die Oxydealler Schwermetalle reduzieren, wenn sie mit gepulvertem Aluminiumgemischt werden und die Erhitzung an einer Stelle eingeleitet wird.Die sehr heftige Reaktion schreitet dann durch die ganze Masse fort,wobei sich das reduzierte Metall in geschmolzenem Zustande aufdem Boden des Gefäßes sammelt. Zur Einleitung der Reaktion, diem einem feuerfesten Tiegel vorgenommen wird, dient eine Zünd-kirsche, eine Kugel aus Magnesiumpulver und. Bariumperoxyd. EinGemisch von vVluminium mit Eisenoxyd findet unter dem NamenThermit Verwendung zum Verschweißen von Metallstücken, die manmit der Thermitmasse umgibt, worauf man die Reaktion einleitet,deren hohe Temperatur die Metalle zusammenschmilzt. Es findethierbei Oxydation des Aluminiums und Reduktion des Eisenoxydsstatt: 2Al-f-Fe 2 0 8 = Al 2 0 3 + 2Fe. Die bei dem Thermitverfahren ent-stehende Temperatur soll 3000° erreichen.
Auch zur Herstellung mancher Legierungen findet das AluminiumVerwendung, so zur Aluminiumbronze, die aus Kupfer mit 5—lOo/oAluminium besteht. Eine Legierung aus Aluminium und Magnesium,die noch leichter ist als das reine Aluminium, und sich bessermechanisch bearbeiten läßt, ist das Magnalium.
Der passive Zustand, den das Aluminium unter gewöhnlichenUmständen zeigt, verschwindet, wenn es oberflächlich amalgamierfwird, was durch Einwirkung einer verdünnten Sublimatlösung ge-schieht. Dann wird der schützende Oxydüberzug zerrissen, und diesesaktivierte Aluminium zersetzt, nun das Wasser unter lebhafterWasserstoffentwicklung. Aluminiumspähne, die in dieser Weise be-handelt sind, werden als Reduktionsmittel benutzt.
Verbindungen des Aluminiums.
Das Aluminium tritt in allen seinen Verbindungen dreiwertig auf>es bildet mithin das Kation AI"'. Das Hydroxyd, Al(OH) 3 , besitzt nureinen sehr schwach basischen Charakter, so daß die Salze mit starkenSäuren infolge hydrolytischer Spaltung sauer reagieren und die mitschwachen Säuren beim Kochen basische Salze abscheiden. VieleVerbindungen des Aluminiums sind mit denen des dreiwertigen Eisenslind Chroms isomorph. Physiologisch wirken die löslichen Aluminium-yerbindungen eiweißfällend und daher ätzend, in größeren Mengenin den Magen eingeführt, bewirken sie Übelkeit und. Diarrhöen, aberkeine schweren Vergiftungen.
Aluminiumchlorid, A1C1 3 , entsteht in wässeriger Lösung beimAuflösen von Aluminiumhydroxyd in Salzsäure, doch läßt es sichaus der Lösung nicht in wasserfreiem Zustande gewinnen, da beimEindampfen weitgehende Hydrolyse eintritt und Salzsäure entweicht.Der Vorgang, der sich bei der Auflösung des Hydroxyds vollzieht,ist also umkehrbar:
Al(OH) ;! -f 3HCl 2 A1C1 3 + 3H ä O.Das wasserfreie Aluminiumchlorid gewinnt man durch Erhitzen von