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1 (1910) Anorganischer Teil
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Magnesiumphosphate, Magnesiumsilikate.

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haltig wird. Der gut ausgewaschene Niederschlag wird an der Luftgetrocknet und durch' ein feines Sieb gerieben. In Wasser ist dasbasische Karbonat sehr wenig löslich, erteilt ihm aber infolge desGehalts an Magnesiumhydroxyd alkalische Reaktion, leicht löslich istes in kohlensäurehaltigem Wasser, auch von Salmiaklösung wird esgelöst.

Prüfung. Magnesium carbonicum soll beim Glühen wenigstens 40% Rück-stand hinterlassen, der aus Magnesiumoxyd besteht. Ein so'.che.s Präparat entsprichtetwa der Zusammensetzung 4MgC0 3 -j- Mg(OH) 2 -f- 6H 2 0. Die Prüfung wird sich inerster Linie auf die im rohen Magnesit vorkommenden Verunreinigungen erstrecken,"-fas heißt, auf Calcium und Eisen. Von andern Metallen kommen namentlich Kupfer,B 'ei und Zink in Betracht, man prüft die essigsaure Lösung mit Schwefelwasser-stoff. Ferner prüft man auf Sulfjate tmid Chloride. Ein Gehalt an Soda (von der"Erstellung her) erteilt dem Präparat stark alkalische Reaktion.

Magnesiumphosphate. Das in Wasser unlösliche Magnesium-orthophosphat, Mg 3 (P0 4 ) 2 , ist als Begleiter des CalciumphosphatsJ n der Pflanzen- und Tierwelt verbreitet, z. B. in den Getreideartenund in den Knochen. Für die Erkennung und Bestimmung desMagnesiums von Wichtigkeit ist das Magnesium-Ammonium-Phosphat, MgNH 4 P0 4 -6H 2 0, das sich auch in faulendem Harn bildetund zuweilen die Veranlassung zur Bildung von Harnsteinen ist. Esentsteht bei Zusammentreffen von Mg- und P0 4 -Jonen in am-m oniakalischer Lösung:

MgS0 4 -f NH 3 -f Na 2 HP0 4 = Mg(NH 4 )P0 4 -f Na 2 S0 4 .^ a s Salz fällt als feinkristallisierter Niederschlag, es löst sich schwerm reinem und noch weniger in ammoniakhaltigem Wasser. BeimGlühen verliert es Ammoniak und Wasser und geht in Magnesium-PYrophosphat über:

2Mg(NH 4 )P0 4 = Mg 2 P 2 0 7 4- 2NH 3 + H 2 0.Entsprechend zusammengesetzte Salze, die denen der Phosphorsäureisomorph sind und ihnen auch in den Löslichkeitsverhältnissengleichen, bildet das Magnesium mit der Arsensäure.

Magnesiumborate treten in verschiedener Zusammensetzung auf, das bekann-toste ist der Boracit, 2Mg 3 B 8 0 15 • MgCl 2 , der in den Staßfurter Salzlagern vorkommt.

,,. Magnesiumsilikate kommen in der Natur sehr zahlreich vor.. Q Magnesiumsalz der Orthokieselsäure ist der Olivin, Mg 2 Si0 4 , derm rhombischen Kristallen oder in derben Massen auftritt. Talk undSpeckstein sind als das saure Salz der Metakieselsäure, Mg 3 H 2 (Si0 3 ) 4 ,aufzufassen. Der Talk ist in reinem Zustande schneeweiß, sehr weichund zeigt deutlich kristallinische Struktur. Er findet vielfach An-wendung als Schmier- und Poliermittel, in der Papierfabrikation, zum

lehnen auf Glas usw. Serpentin ist ein Magnesiumsilikat der Zu-sammensetzung 3MgO • 2SiOv 2H 2 0. Er ist in der Regel durch andere\. ,. e > namentlich Eisen, dunkelgrün oder rötlich gefärbt und findet

Jeliach zur Herstellung von Kunstgegenständen Verwendung. Meer-schaum, 2MgO-3Si0 2 -2H 2 0, der in kompakten Massen von weißerer grauweißer Farbe vorkommt, ist durch sein geringes spezifischesgewicht, das etwa 1 beträgt, ausgezeichnet. Asbest ist ein Magnesium-f ciumsilikat, er i st von faseriger Struktur und dient zur HerstellungJeuerbeständiger Gegenstände.

Magnesiumnitrid, Mg 3 N 2 . Wie mit Sauerstoff, verbindet sichc as Magnesium bei höherer Temperatur auch direkt mit Stickstoff,wovon man bei der Isolierung des Argons aus der atmosphärischen