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1 (1910) Anorganischer Teil
Entstehung
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Kohlenstoff.

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in

nügend geschlossenen Gefäßen erhitzt, bis sie keine Dämpfe mehrabgibt nach dem Erkalten sogleich gepulvert und in gut verschlossenenFlaschen aufbewahrt. Sie darf an Weingeist und Wasser nichts ab-geben, muß auf dem Platinblech erhitzt ohne Flamme verbrennenund darf höchstens 2 o/o Asche hinterlassen.

Wie die Holzkohle, so ist auch der bei der trocknen Destillationder Steinkohle entstehende Koks vegetabilischen Ursprungs. Braun-kohle, Steinkohle und Anthrazit sind aus früheren Erdperiodenungehörigen Pflanzen entstanden, die einem Vermoderungsprozeßunterlegen sind, der sich durch sehr lange Zeiträume hingezogen undähnliche Wirkungen hervorgebracht hat, Avie die Verkohlung. Dercharakteristische Bestandteil des Holzes ist die Zellulose, deren Zu-sammensetzung durch die Formel C 6 H 10 O s ausgedrückt wird. Aus ihrhaben sich im Laufe der Zeit durch Zersetzungsprozesse, die bei un-genügendem Sauerstoffzutritt und unter Mitwirkung von Wärme undBrück stattfanden, wasserärmere und kohlenstoffreichere Substanzengebildet. Das Alter der verschiedenen Umwandlungsprodukte wirddurch die Reihenfolge Torf, Braunkohle, Steinkohle, Anthrazit ange-geben. Torf ist das jüngste, Anthrazit das älteste und daher kohlen-stoffreichste der Umwandlungsprodukte des Holzes. Die kolossalenSteinkohlenlager, die sich unter allen Breitengraden der Erde finden,verdanken ihre Entstehung baumartigen Gefäßkryptogamen, Farnen,'''•l'iisetaceen und Lykopodiaceen. Jünger sind die Braunkohlen, diedie Mittelstufe zwischen Torf und Steinkohlen darstellen und vorzugs-weise aus harzreichen Pflanzen, Nadelhölzern, Palmen und späterauch Laubhölzern entstanden sind. 1 Über das Fortschreiten des Ver-ko-hlimgsprozesses, durch den sich die verschiedenen Produkte ge-bildet haben, belehrt die folgende Übersicht:

Holzsubstanz enthi

II

ca. 52o/o

K

»hlenstofE

Tori-

„ 60 „

3)

Braunkohle „

» 7 9»

})

Cannelkohle „

>; 85 „

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Anthrazit „

J) "4 ,,

V

Ul, e Zahlen beziehen sich auf aschenfreie Substanz. Die Steinkohleenthält auch stets geringe Mengen von Stickstoff und Schwefel. Die'ellulose wird durch die aufbauende Tätigkeit des pflanzlichen. Or-ganismus unter Mitwirkung des Sonnenlichts aus Kohlendioxyd und\ asser unter Abgabe von Sauerstoff gebildet. Bei der Verbrennung( r es Holzes findet der'umgekehrte Vorgang statt, es wird unter Bindung^ ,! " Sauerstoff Kohlendioxyd und Wasser gebildet, und die von deroiuie zum Aufbau des Pflanzenkörpers gelieferte Wärme wird wieder"gegeben. Bei tlev Verwendung der Steinkohlen zu Heizzweckenes also die Sonnenwärme, die vor Jahrtausenden dem Ptlanzen-uchs der Erde zustatten kam, die wir heute nutzbar machen. Aufer Verwendung der Steinkohle beruht fast unsere ganze Industrie,rst i n neuester Zeit hat man dort, wo große Wasserkräfte zur Ver-' ^nng stehen, begonnen, sie zur Erzeugung starker elektrischer Ströme

lassen.ler Erde

^ ö"»'g &ieuen, ßegonnen, sie zur Erzeugung starker eleluriscneru be nu t zeilj durch di e s j Ca senr hohe Temperaturen erzielena die Benutzung von Wasserkräften aber an wenige Orte d

l Über die Entstehung (Ich- Steinkohle1 nar m. Gesellschafl L907, S. 180.

vgl.

wenigeII. Potonie, Berichte der deutschen