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2. Aus seinem Calciumsalz, dem CalciumcarbidCaCo (aus Kalk und Kohle im elektrischen Ofen) durchWasser. CaC 2 + H 2 0 = CaO + C 2 H 3 .
Eigenschaften: Giftiges Gas, das mit hell-leuchtender, stark rußender Flamme brennt. In reinemZustande schwach angenehm riechend, bei gewöhn-licher Darstellung rührt der unangenehme Geruch voneiner Beimengung von Phosphorwasserstoff her.
Acetylen, das bis vor kurzem nur zu Beleuchtungs-zwecken und zum „autogenen Schweißen" von Eisen-teilen (wie das Knallgasgebläse s. anorg. Ch.) benutztwurde, fängt jetzt an, dadurch eine ungeahnte Bedeutungzu erlangen, daß es als Ausgangsmaterial für die synthe-tische Herstellung höchst wichtiger Stoffe dient. Mankann nämlich mit Hilfe von Katalysatoren an AcetylenWasser anlagern und erhält so Acetaldehyd:
CH = OH+H a O
OH 8 C
^0
Aus diesem kann man durch katalytische Hydrierung(Anlagerung von Wasserstoff) Äthylalkohol ge-winnen; durch Oxydation Essigsäure, aus dieser durchAbspaltung von CO» und H 2 0 Aceton. Diese Prozessewerden bereits im Großbetriebe durchgeführt und habendort, w r o billige elektrische Energie zur Verfügung steht,eine große Zukunft. Besonders ist die Alkoholgewin-nung wichtig, die bisher fast ausschließlich auf Kostenvon Nahrungsstoffen (Stärke) bewirkt wurde (S. 59).
Acetylen polymerisiert sich beim Durchleiten durch glühendeGlasröhren zu Benzol:
3C 2 H. 2 ==C 6 H 6 .
Acetylenkupfer C 2 Cu 2 + H 2 0, roter, äußerst explosiverNiederschlag, in Wasser unlöslich (sehr empfindliche Reaktionauf Acetylen). Bildet sich manchmal in kupfernen Grasröhrenund ruft dann mitunter heftige Explosionen hervor.
Acetylensilber, dem Kupfersalz analog.
Allylen CH 3 C:CH geht durch Addition in die Allyl-yerbindungen über,