Der Kohlenstoff bildet also den eigentlichen Kernaller zur organischen Chemie gezählten Stoffe. Er ver-bindet sich zunächst in verschiedenen Verhältnissen mitWasserstoff, und diese an sich schon zahlreichenKohlenwasserstoffe liefern nun wieder durch Eintrittanderer Elemente eine große Zahl von Verbindungen.Die wichtigsten dieser Elemente sind Sauerstoff undStickstoff, dann Schwefel und die Halogene. Aberauch zahlreiche andere Elemente, Selen, Arsen, Anti-mon, Metalle, hat man in organische Verbindungen ein-führen können.
§2.Nachweis der Bestandteile.
Den Kohlenstoff kann man meist durch Erhitzenauf dem Platinblech oder durch Erwärmen mit konz.Schwefelsäure nachweisen: die Substanz „verkohlt".Zum exakten Nachweis glüht man die Substanzin einem Röhrchen mit Kupferoxyd; die entstehendeKohlensäure wird in Barytwasser geleitet, wo sie einenweißen Niederschlag von Baryumcarbonat erzeugt.Dabei entsteht gleichzeitig "Wasser, wenn die SubstanzWasserstoff enthielt. Ist sie also vorher ganz wasser-frei gewesen, so kann man am Auftreten von Wasser-tropfen in einem gekühlten Glasrohr den Gehalt anWasserstoff erkennen.
Stickstoff. Man schmelzt die Substanz miteinem Stückchen Kalium, zieht mit Wasser aus undkocht mit Eisenvitriol, wobei die Flüssigkeit alkalischsein muß. Dadurch bildet sich bei Anwesenheit vonStickstoff gelbes Blutlaugensalz, das dann bei Zu-satz von Eisenchlorid und Salzsäure eine Blaufärbungvon Berliner Blau (§ 69) ergibt. (LassaignescheProbe.)
Eine andere Probe auf N, die jedoch nur für einebeschränkte Zahl N-haltiger Substanzen gilt, ist dasErhitzen mit Natronkalk (Mischung von Ätznatron mitKalk). Es entsteht Geruch nach Ammoniak. Manche