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Die Elemente der Entwicklungslehre des Menschen und der Wirbeltiere : Anleitung und Repetitorium für Studierende und Ärzte
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Die Organe des Zwischenblattes oder Mesenchyms.

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Wie schon früher bei der Entwicklung der Extremitätenknochenbeschrieben wurde, erhält sich ein außerordentlich geringer Eest derKnorpelanlage auch nach Abschluß des Verknöcherungsprozesses undbildet einen nur wenige Millimeter dicken Knorpelüberzug an den Gelenk-flächen. Einen solchen besitzen die Gelenkflächen aller Knochen, welchesich aus einer knorpeligen Anlage entwickeln.

Anders liegen die Verhältnisse, wenn Knochen, die im Binde-gewebe direkt entstanden sind, wie die Belegknochen, in eine wirklicheGelenkverbindung miteinander treten. Einen derartigen Fall bietetuns bei den Säugetieren dasJKiefergelenk dar. An ihm wird der Gelenk-fortsatz des Unterkiefers sowie die Gele.nkgrube an der Schuppe desSchläfenbeins von. einer dünnen, nicht verknöcherten Gewebsschichtüberzogen. Sie sieht bei flüchtigem Anblick wie Knorpel aus und wirdauch gewöhnlich als solcher beschrieben. Bei mikroskopischer Unter-suchung aber zeigt sich, daß sie sich nur aus Lagen von Bindegewebs-fasern zusammensetzt. Wie es knorpelig und bindegewebig präformierteKnochen gibt, so hat man auch zu unterscheiden zwischen Gelenkenmit einem Überzug von hyalinenT'Khorpel und Gelenken mit einemÜberzug von faseriger Bindesubstanz.

Repetitorium zu Kapitel XII.

1. Entwicklung des Herzens. 1. In der ersten Anlage des Herzenssind zwei verschiedene Typen bei den Wirbeltieren zu unterscheiden:a) Bei Cyclostomen, Selachiern, Ganoiden, Amphibien entwickelt sichdas Herz als ein unpaares Säckchen an der unteren Fläche der Kopf-darmhöhle im ventralen Darmgekröse, welches dadurch in ein Meso-cardium anterius und posterius zerlegt wird, b) Bei Reptilien, Vögelnund Säugetieren entwickelt sich das Herz aus zwei getrennten Hälften,welche nachträglich untereinander zu einem einfachen und dann wiebeim ersten Typus gelagerten Schlauch verschmelzen.

2. Der zweite Typus ist von dem ersten abzuleiten und aus An-passung an den Dottergehalt des Eies zu erklärem indem sich das Herzzu einer Zeit anlegt, wo die Darmplatte noch auf dem Dotter ausge-breitet und noch nicht zur Kopfdarmhöhle zusammengefaltet ist.

3. Das Herz legt sich bei allen Wirbeltieren zuerst in der Kopf-halsgegend hinter dem letzten Schlundbogen an.

4. Das hintere, venöse Ende des Herzschlauchs nimmt das Blutaus dem Körper durch die Venae omphalo-mesentericae auf, das vordere,arterielle Ende gibt es durch den Truncus arteriosus an den Körper ab.

5. Der einfache Herzschlauch geht bei den Amnioten: a) durchKrümmungen, Einschnürungen und Lageveränderungen und b) durchBildung von Scheidewänden im Innern in das aus zwei Kammern undzwei Vorhöfen zuzammengesetzte Herz über.

6. Der gerade Schlauch nimmt die Form eines S an.

7. Der venöse Abschnitt des S kommt mehr dorsal, der arteriellemehr ventral zu liegen; beide setzen sich durch eine enge Stelle, denOhrkanal, als Vorhof und Kammer gegeneinander ab.

8. Der Vorhof treibt seitliche Ausstülpungen, die Herzohren,welche sich von hinten um den Truncus arteriosus herumlegen.

9. Die Scheidewandbildung, durch welche Vorhof, Kammer undTruncus arteriosus in eine linke und in eine rechte Hälfte abgeteiltwerden, beginnt von drei verschiedenen Stellen aus.