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Die Elemente der Entwicklungslehre des Menschen und der Wirbeltiere : Anleitung und Repetitorium für Studierende und Ärzte
Entstehung
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Die Organe des inneren Keimblattes.

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Stadien, bei Embryonen von 2, 10, 20, 25 flückensegmenten usw. immeram jeweilig hinteren Ende ein Stück Urmund (Primitivrinne) vorfindet,an welchem der Verschluß noch nicht erfolgt ist (Fig. 132134). Ausdem Urmundrest gehen schließlich auf einem gewissen Stadium zweiverschiedene Bildungen hervor, der oft erwähnte Canalis neurentericus,welcher selbst nur vergänglicher Art ist, und der After, der einzige Teilvom Erwachsenen, welcher vom weit ausgedehnten Urmundgebietdes Embryo seine Herkunft ableitet.

Am besten läßt sich die Entstehung des Afters bei den Amphibienverfolgen; wir gehen hierbei von dem Stadium aus, wo der offene Teildes Urmundes am Froschei einen kleinen Ring bildet, aus welchemjderDotterpfropf als helle Masse nach außen hervorschaut (Fig. 191). Wiesich an ein und demselben Ei bei kontinuierlicher Beobachtung leichtverfolgen läßt, verwandelt sich nach kurzer Zeit die ringförmige ineine spaltförmige Öffnung (Primitivrinne), indem linker und rechterUiinundrand einander entgegen wachsen. In der Mitte der Rinne ver-dicken sich die beiden Urmundränder, verwachsen miteinander undzerlegen die Rinne dadurch in eine vordere und in eine hintere kleineÖffnung (Fig. 192194). Die vo rdere wird zum Canalis neurentericus,

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Fig. 191. Fig. 192. Fig. 193. Fig. 194. Fig. 195. 1*-^

Fig. 191195. Oberflächenbilder von Rana temp. Nach Ziegler.

die hintere dagegen zum After. Die sie trennende, durch Verwachsunggebildete Brücke liefert die Anlage des Schwanzes, an dessen Wurzelder After zu liegen kommt; sie kann daher als Schwanzknospe be-zeichnet werden. Da das in der Schwanzknospe enthaltene Zellen mäterialseiner Entstehung nach ursprünglich auf zwei durch den Urmund ge-trennte Hallten verteilt gewesen ist, erklären sich hieraus interessanteMißbildungen von Lachs- und Froschembryonen, bei denen zuweileneine Verdoppelung des Schwanzes mit einer ausgedehnten Urmund-spalte (siehe S. 85) verbunden ist.

Wenn im weiteren Verlauf der Entwicklung sich die Medullar-wülste weiter nach hinten ausdehnen, kommt die vordere der zwei Öff-nungen bald in ihr Bereich zu liegen und wird, wenn die Wülste zumNervenrohr verwachsen, in dieses selbst mit eingeschlossen (Fig. 194und 195). Es tritt jetzt der von Kowalevsky und Götte zuerst be-schriebene Zustand ein, wo Nervenrohr und Darnikanal zusammenein U-förmig beschaffenes Rohr bilden, an dessen Umbiegungsstelleder Canalis neurentericus gelegen ist (Fig. 76). Somit ist jetzt ander Oberfläche des Embryo als letzter auf den Urmund zurückzuführenderRest nur noch der After als ein kleines Grübchen zu sehen (Fig. 195).1 Die Schwanzknospe wächst bald nach ihrer ersten Anlage raschin die Länge und beginnt von oben her die Aftergrube zuzudecken.Ihr Längenwachstum geschieht in derselben Weise, wie der ganze Körperin die Länge gewachsen ist. Da am Urmundrand äußeres, mittleres und