Die Eihüllen der Säugetiere und des Menschen.
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schätzt. Gewöhnlich werden die seltenen Keimblasen nach dem Forscher,von dem sie aufgefunden und untersucht worden sind, benannt: z. B.das PETERSsche, das FRASsische, das EEiCHERTSche, das CosTEscheEi usw. In Anbetracht der großen Rolle, welche sie in den Studienüber menschliche Entwicklungsgeschichte spielen, gebe ich eine kurzeZusammenstellung der wichtigsten, in der Literatur häufig genanntenEier nach einer von Bryce und Teacher zusammengestellten Tabelle:
Maße in Millimeter
Tage seit derletzten Periode
Mutmaßliches
Alter in
Tagen
Autor
Ei
Embryo
vom Be-ginn ge-rechnet
vomEnde ge-rechnet
3 'S
äußere
innere
3
1. Teacher-
Bryce . .
1.95 :1,10
0,77 :0,52
0,15
38
34
10
13—14
2. Peters . .
2,4 : 1,8
1,6 : 0,9
0,19
30
2
14—15
3. Jungs . . .
2,5 : 1,0
32
14%—15%
4. Merttens .
4:3
3:2
21
16
14%-15y 2
5. Beneke . .
4,2 :1,2
25
20
16—17
6. VON Spee .
6,0: 4,5
4,0
0,37
40
12
17—18
7. Leopold . .
6,0: 6,5
4,0 : 3,7
15
10
17—18
8. Reichert .
5,5 : 3,3
42
14
17—18
9. Rossi Doria
9,0 : 8.0
6,0 : 5,0
28
24
18—19
10. Eternod
10 : 8,2
6,0 : 3,6
1,3
34
6
18—19
11. Frassi . .
13:5
9,4 : 3,2
1,17
42
14
18—19
12. v. Spee (Gl.)
10: 6,5
1,54
40
12
19—20
Wie uns nun die genauen neuesten Untersuchungen von Peters, Jung,Teacher-Bryce u. a. gelehrt haben, liegt am Ende der 1. Woche diemenschliche Keimblase nicht mehr frei in der Höhle der Gebärmutter,sondern ist in eine besondere, durch Wucherung der Schleimhaut ent-standene Kapsel (Fig. 166) eingeschlossen. Über ihre Entstehung habensich jetzt die Ansichten wesentlich geändert. Früher nahm man aufGrund der von Reichert gegebenen Darstellung allgemein an, daß dasEi bei seinem Eintritt in die Gebärmutter sich in eine Vertiefung dergewulsteten Schleimhaut einbettet, daß die Ränder der Grube hieraufum die Keimblase rings herumwachsen und untereinander zu einergeschlosenen Fruchtkapsel verschmelzen. Als den Ort der Verschmelzungdeutete man eine der Anheftung gegenüberliegende Stelle, die als .Kaxbe.bezeichnet worden ist und keine Gefäße besitzt, während solche ebensowie die Uterindrüsen im übrigen Teil der herumge wucherten Schleim-haut vorkommen.
Dagegen ist man jetzt hinsichtlich der Art und Weise, wie sichdas menschliche, schon vielzellig gewordene Ei in der Uterushöhle fest-setzt, zu derselben Auffassung gelangt, wie sie sich Graf Spee überdie Implantation des Eies vom Meerschweinchen gebildet hat. NachGraf Spee geschieht die Einbettung in der Weise, „daß das Epithelzwischen Ei und Bindegewebe des Uterus vergeht, und daß das Ei indas subepitheliale Bindegewebe hineingelangt", also in eine Binde-gewebshöhle zu liegen kommt. Man bezeichnet diesen Vorgang als dieinterstitielle Implantation. Eine solche soll sich auch beim Men-schen vollziehen, wenn aus dem Eileiter das schon vielgeteilte Ei in dieUterushöhle eintritt. Es soll an der Stelle, wo es sich der Schleimhaut
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