Achtes Kapitel.Die Eihüllen der Säugetiere und des Menschen.
1. Die Säugetiere.
In ihren frühesten Entwicklungsstadien zeigen die Eihäute derSäugetiere mit denjenigen der Keptilien und Vögel eine außerordent-liche Übereinstimmung (Fig. 157). Sie bestehen auch bei ihnen aus■einem Dottersack mit reichem Gefäßnetz (UV), aus einem Amnion (am),
einer serösen Hülle
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(sz) und einer Allan-tois (ALC). Die seröseHülle wird bald nachihrer Anlage bei denSäugetieren als Cho-rion bezeichnet; ge-wöhnlich geschiehtdies von dem Zeit-punkt an, wo sichmit ihr die Bindejgewebsschicht der Alllantois verbindet undihr Blutgefäße zuführtund wo Zöttchen auf/,ihrer Oberfläche auf!treten. Die doppelt^Namengebung für dieäußerste Eihaut derSäugetiere bringt in-dessen manche Unzu-träglichkeitenmit sich.Denn in den verschie-denen Klassen derSäugetiere vollziehtsich die Verbindungder serösen Hülle mit^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ dem Bindegewebe derAllantois, ihre Vaskularisation, die Bildung von Zotten zu sehr ver-schiedenen Zeiten undln verschiedener Weise.
Daher kommt man oft in Verlegenheit, ob man diesen oder jenenNamen im gegebenen Fall gebrauchen soll; die Benennung wird dadurch
Fig. 157. Schema der Eihäute eines Säugetieres.
Nach Tukner.
pc Zona pellucida mit Zotten (Prochorion), szseröse Hülle oder Chorion, E äußeres Keimblatt desEmbryo, am Amnion, AC Amnionhöhle, M mittleresKeimblatt des Embryo, H inneres Keimblatt desselben,UV Dottersack (Vesicula umbilicalis), ALC Allantois-höhle, al Allantois.