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Die Elemente der Entwicklungslehre des Menschen und der Wirbeltiere : Anleitung und Repetitorium für Studierende und Ärzte
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Siebentes Kapitel.

rinne von His hervor. Der abgegrenzte Bezirk heißt der Kopf-höcker. In derselben Weise faltet sieh die Rumpfplatte (Fig. UTsojbald darauf links und rechts von der Anlage des Rückenmarkes in ge-ringer Entfernung von der Medianebene zu den SeitenfaJJjeji ein,die an der Oberfläche sich ebenfalls wieder in den selH^EenTjrenzrinnenmarkieren (Fig. 125). Am spätesten endlich beginnt elis hintere Endedes Embryo sich als Schwanzhöcker (Fig. 156) abzusetzen dadurch,daß die Seitenfalten am hinteren Ende des Primitivstreifens umbiegenund sich in der halbmondförmigen, mit der Konkavität nach vorngerichteten Schwanzfalte vereinigen, welcher an der Oberfläche diehintere Grenzrinne entspricht. Infolge dieser Einfaltungen der Rumpf-pläTEelit'ein kleiner Teil der Keimblätter, der allein für die Bildungdes bleibenden Körpers beansprucht wird, durch einen rings geschlossenenGrenzgraben vom außeremb ryonalen, viel umfangreicheren Bezirk ge-trennt, der_gux Bildung^yp.iilDxitter^äc]^uiui..JEihJ^_en dient.

Zur Vermeidung von Mißverständnissen sei noch darauf auf-merksam gemacht, daß, wie vordere, seitliche und hintere Grenzrinnen

zusammen einen ein-zigen Ringgraben bil-den, so auch Kopf-,Schwanz- und Sei-tenfalten, wenn siesich deutlicher aus-prägen , alle inein-ander übergehen undso nur Teile einer

einzigen Faltesind, welche die Em-bryonalanlage rings-um einschließt. In-dem die Falten sichvergrößern, legensieh ihre zuerst nachabwärts gerichtetenFirsten derart um. daß sie sich alle der Mitte des Emhryonalbezirks zu-wenden, wachsen hier von vorn und hinten, von links und rechts einanderentgegen und nähern sich schließlich in einem kleinen Bezirk, welcher etwader Mitte der embryonalen Bauchfläche entspricht und an dem Median-schnitt durch diese Gegend (Fig. 153) durch eine ringförmige Linie (hn)bezeichnet ist. Es kommt so ein kleiner wurmartiger Körper zustande,welcher dem außerembryonalen Bezirk der Keimhaut von oben aufliegtund mit ihm durch einen hohlen Stiel (hn) verbunden ist. Der Stielbezeichnet die Stelle, an welcher die von allen Seiten aufeinander zuwachsenden Faltenränder zusammengetroffen sind, aber eine vollständigeAbschnürüng des embryonalen Bezirks vom außerembryonalen unter-blieben ist.

Wer sich den Vorgang, der für das Verständnis der tierischenFormbildung überaus wichtig ist, noch klarer und verständlicher machenwill, tue dies mit Hilfe eines leicht herzustellenden Modelles. Er breiteüber den Rücken seiner auf einem Tisch ausgestreckten linken Handein Tuch, welches die Keimhaut darstellen soll, flach aus; dann falteer mit der rechten Hand das Tuch ein, indem er es um die Spitzen derlinken Finger ein wenig nach unten herumschlägt. Die künstlich ge-

Fig. 150. Schematischer Medianschnitt durch einenVogelembryo zur Erläuterung der Kopf- und Amnion-bildung.

ak, ik Äußeres und inneres Keimblatt, ch Chorda,h Herzanlage, hb Hirnblasen, kd Kopfdarmhöhle, kf Kopf-falte, kh Kopfhöcker, Ih Leibeshöhle, m Mundfrucht,nr Nervenrohr, v.dpf vordere Darmpforte, v.af vordereAmnionfalte.