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Handbuch der Homöopathie : mit Benutzung fremder und eigener Erfahrungen nach dem neuesten Standpunkte der Wissenschaft
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692 Speoielle Therapie.

Staar, S. Augenkrankheiten.

Starrkrampf, s. Krämpfe.Starrsucht. Katalepsie, s. Krämpfe.

SteillbeSChwerden, s. bei Harnbeschwerden.Stickhusten, s. Keuchhusten.Stiöknase, s. Nasenentzündung.

Stottern, Stammeln. Vocis haesitatio.Yox tremula.

Einige Silben und Bushstaben werden unter Zuckungenund Wiederholungen nur schwer ausgesprochen. Wenndieses Uebel, sowie Stummheit, nicht nach mechanischenStörungen oder apoplektischer Zungenlähmung eintritt, be-ruht es auf psychischer Beeinflussung. Denn das Sprach-vermögen ist nicht an Zungen- und andere mechanischeBewegungen allein gebunden, sondern auch noch, undzwar für die Zusammenstellung der einzelnen Laute, einempsychischen Commando unterstellt, das durch Nervenleitungvom Sensorium ausgeht. Zaghaftigkeit und Aengstlichkeitim Momente des Sprechens erzeugen Stammeln, könnenaber auch Krampf und dadurch Stottern verursachen.

Es deutet zunächst immer auf mangelhafte, oberfläch-liche und unregelmässige Athmung oder auf Zurückhaltender Luft in den Lungen, wodurch beim Sprechen die Lautenicht ausgestossen werden können. Es entsteht daher einMissverhältniss zwischen der vom Gehirne aus erfolgendenErregung und der Thätigkeit der Athmungs- und Sprach-organe , was sich bis zum Krämpfe der letzteren steigernkann. Nur in seltenen Fällen ist Krampf der Zunge alleinvorhanden (wo dann im Gesänge nicht gestottert wird) ',oder das Stottern entsteht durch Gemüthsbewegung, Schreck,Zorn, "Wuth (wo es vorübergehend) ; sehr selten durch Ent-artung des Gehirnes und der Sprachorgane, wo es auchwährend des Singens bleibt.

Von Medicamenten werden wir nur in jenen selten vor-