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Handbuch der Homöopathie : mit Benutzung fremder und eigener Erfahrungen nach dem neuesten Standpunkte der Wissenschaft
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Speoielle Therapie.

Leute, welche gar nicht davon befallen werden, Andere,welche, wenn sie auch zwanzig Mal auf's Meer kommen,eben so oft davon ergriffen werden.

Die Krankheit besteht in unaussprechlichem Wehsein,Brechreiz und Kopfweh, mit einer sonderbaren Scheu, auiden Wasserspiegel zu blicken, und wird erzeugt durch diegleichförmige, schaukelnde Bewegung des Schiffes, und dasdesto eher, wenn zu der natürlichen Bewegung noch, w ieauf Dampfschiffen, eine künstliche, stossende Bewegunghinzutritt. Die Krankheit benimmt den Appetit, lähmt dieGlieder, erzeugt eine völlige Gleichgiltigkeit gegen Alles,ja sie kann einen Grad erreichen, dass man nichts sehn'licher wünscht, als sterben zu müssen, und dennoch —gewiss nicht stirbt! Nur bei Personen, welche sehr schwäch'lieh oder ausserdem mit einer Krankheit behaftet sind,kann das Hinzutreten dieser Krankheit bedenklich werden;Bei den Einen dauert die Krankheit ein paar Stunden, beiAnderen beinahe während der ganzen Seereise, bis sie denFuss wieder auf das feste Land setzen. Ebenso verschie'den sind die Rathschläge, welche man zur Verhütung derKrankheit ertheilt; die Einen rathen, nichts zu essen, bisman an den Aufenthalt auf dem schwankenden Boden ge"wohnt sei; Andere, man soll tüchtig essen; wieder An'dere, man soll den Unterleib fest umbinden und derghDas Richtige ist, auf jede Weise dem Magen sein Rechtzu lassen: Nicht zu wenig zu essen, damit er nicht lee 1 'wird, nicht zu viel, damit er nicht beschwert werde; einwenig Wein zu trinken, schleimige Getränke, vorzüglichHafergrützschleim zu geniessen, aber Branntwein, Bier undRauchen zu meiden.

Als Vorbeugemittel empfiehlt Andrieux denen, die zui»ersten Male zur See gehen, dass sie ihren Aufenthalt inder freien Luft und auf der Mitte des Schiffes nehmen,und wenn sie gegen das Uebel kämpfen wollen, so solle»sie sich nicht legen, sie sollen sich nur allmälich derMittellinie des Schiffes nähern. Ferner empfiehlt ervor der Einschiffung zu essen, schon deswegen, weil dasnoch unverdaute Essen das Erbrechen sehr erleichtere-