Schlaflosigkeit. — Schlagüuss.
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Schlaflosigkeit kleiner Kinder, siehe „Kinderkrank-heiten."
Sclüagfluss. Apoplexia cerebri sanguinea.
Diese gefährliche, oft schnell tödtliche Erscheinungäussert sich durch plötzlichen Verlust des Bewusstseins,aller Empfindungen und willkürlichen Bewegungen, mitfortdauerndem Blutumlaufe bei oft erschwertem, schnarchen-dem Athmen. Ist noch sehwaches Bewusstsein vorhanden undfinden noch willkürliche Bewegungen statt, so ist dies ein un-V °Hständiger Schlagüuss (Parapoplexia). — Die häufigsteUrsache ist Bluterguss in die Hirnhöhle durch Zerreissungv on Blutgefässen, oder Erguss seröser, schleimiger, eiterigerFlüssigkeit (Apoplexia serosa); oft sind auch organischeDehler des Gehirnes, des Herzens, KückenmarkslähmungUnd Anomalien anderer Organe die "Ursachen.
Der gewöhnlich dem höheren Lebensalter, sowie derFettleibigkeit (wegen der Verfettung der Hirngefässwände)z ukommende Gehirnblutfluss entsteht entweder durch Er-krankungen der Gefässwände, wodurch dieselben mor-scher und zerreisslicher werden, besonders wenn inihnen Blutüberfüllung durch gehemmten Bück- oder Zu-nuss des Blutes zum Gehirne zu Stande kommt, oder durchMechanische Hindernisse, welche den Rückfluss desBlutes vom Gehirne stören (Gerinnselbildungen in denVenen, Herz- und Lungenleiden oder sonstige Umstände,die eine hochgradige Hyperämie veranlassen können), end-lich durch Erkrankungen der Hirnsubstanz (wie^utzündung, Erweichung, Gesehwülste u. s. w.), welchel n ihrer nächsten Umgebung sehr häufig Extravasate (Blut-ergüsse) zeigen. — Der Sitz der Apoplexie ist gewöhnlichdas grosse . Gehirn; selten findet sich die Blutung imkleinen Gehirne, noch seltener in anderen Partien.
Der Schlagfluss kann plötzlich erscheinen, aber auchVorboten haben, die ihn jedoch nicht verlässlich ankün-digen, vorzüglich Schwindel, Vergesslichkeit, Müdigkeit,Funkensehen, Ohrensausen. Diese Vorboten dauern oftnur wenige Tage, in manchen Fällen auch Jahre, mit ab-