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Handbuch der Homöopathie : mit Benutzung fremder und eigener Erfahrungen nach dem neuesten Standpunkte der Wissenschaft
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Speoielle Therapie.

Durchgelegene Hautstellen lassen wir mit weis*ser Vaseline verbinden und befestigen den "Verband nu*Heftpflasterstreifen. Bei brandigem Decubitus lassen w irmit Kreosotwasser (1:100) befeuchtete Läppchen auf-legen und dieselben mit Heftpflaster befestigen ; auch kannman die brandigen Schorfe mit Campher-Wein be-streichen. Wir nehmen auf einen Esslöffel voll gutenRothweines 2 Tropfen Campherspiritus. Man lasse überhauptden Kranken nicht immer auf dem Rücken liegen undwasche die dem Drucke am meisten ausgesetzten Körpertheilemit reinem Rothweine.

Seltenere Complicationen, als Croup der Rachen-schleimhaut, Bronchitis, katarrhalische Pneumonie etc. be-handeln wir nach den in den betreffenden Kapiteln diesesWerkes erörterten Grundsätzen. Bei Kehlkopfsgeschwü-ren, wenn blosse Heiserkeit und Reizhusten vorhandensind, verabfolgen wir Hepar sulph. calc. 6.—12. oder Ai"senicum 6.—12. Gewissheit vom Vorhandensein geschwü-riger Stellen gewährt die Laryngoskopie. Man verabfolgewarme, schleimige Getränke.

In der Reconvaleseenzperiode tritt gewöhnlicheine bedeutende Essbegier ein. Man stille diesen heftigenAppetit mit äusserster Vorsicht und gewähre ja nicht zufrühzeitig feste Speisen; denn so lange die Darmgeschwürenicht geheilt sind, können leicht gefährliche Rückfälle mitoft tödtlichem Verlaufe eintreten.

Wegen der Gefahr der Ansteckung müssen Typhus-kranke sowohl von anderen Kranken, als auch von Gesun-den abgesondert werden. Da die Ausleerungsstoffe, dieExcremente, die gefährlichsten Träger der Krankheit sind,so müssen dieselben sofort entfernt und ehe sie in dieAborte gegossen, mit Carbolsäurelösung desinficirt werden.Desgleichen muss die Wäsche durch kochendes Wasseroder Chlorgas unschädlich gemacht werden.

Nervosität. Nervenschwäche, s. Hysterie.