Nervenfieber.
587
der kalten Umschläge, Eisblase auf den Kopf und leitendle bei Gehirnhautentzündung erörterte Behandlung ein.
Kommt es, gewöhnlich im Verlaufe der zweiten Krank-heitswoche, zu häufigen, stinkenden, dünnflüssigen undUnwillkürlichen Stühlen und übelriechendem Aufstossen,ls t die Haut mit kalten, klebrigen Schweissen bedeckt, beiausserordentlicher Mattigkeit, lallender Sprache, Brennenun d Trockenheit im Schlünde und quälendem Durste, istdie Temperatur nicht bedeutend gesteigert, der Puls aberhäufig unc i klein ( dann reichen wir Seeale 6., vorzüglich^enn die Patienten über Kältegefühl im Bauche,Schmerzen in den Muskeln oder krampfhaftes^ l ehen in denselben, besonders in den Waden,j^agen. Fehlen die letzteren Symptome, liegen die Kranken° e wusstlos da, ist pergamentartige Trockenheit der Lippen,~ e * Zunge und der ganzen Mundschleimhaut und meteo-rische Aufgetriebenheit des Unterleibes vorhanden, sind^e sehr stinkenden Durchfälle von gelblichflockigem Aus-sehen, dann reichen wir sofort Arsenicum 6. oder 30. Po-tenz in y 2 stündlichen Gaben. Da die Patienten in ihrem^eilnahmlosen Zustande weder Speise noch Trank ver-gangen^ so muss man ihnen recht oft Flüssigkeiten ein-gössen, damit die Schleimhaut feucht erhalten wird. DieTemperatur beträgt jetzt am Abend 40—41, in bösenfallen 42° C, der Puls steigt auf 100—120. In solchenf 1 allen lassen wir gut ausgerungene, kalte Tücher auf den^eib l e g en und dieselben fleissig erneuern. Die kaltenUmschläge unterlassen wir jedoch bei Darmblutungen, welcheich dadurch verschlimmern, indem durch die Kälte das"it aus den äusseren Capillargefässen nach innen getrie-e n wird. — Verwandelt sich die Theilnahmlosigkeit inv °llständige Betäubung (Sopor), delirirt der Kranke, ruhigau -f dem Rücken liegend, leise für sich hin, lässt StuhlUll d Urin unter sich, zupft mit den Händen an der Bett-decke (Flockenlesen), hat er einen schweren, röchelndenAthem, leisen fast unmerklichen und wohl auch unregel-»ässigen Herzschlag, dann reichen wir Phosphoriis 6.—30.s ist dies auch ein sehr hülfreiches Mittel sowohl bei