Flechten.
281
statt. Bei längerer Dauer der Krankheit wird die gerötheteOberhaut verdickt und wulstig; es entstehen Bindegewebs-Wuoherungen. Die mikroskopische Untersuchung der HaareZei gt oft parasitäre Gebilde, Pilze, die entweder Folge oderUrsache der Krankheit sind, jedenfalls aber wesentlich zurUnterhaltung der Krankheit beitragen.
Wir haben bei Behandlung der Bartflechte recht guteResultate durch den innerlichen Gebrauch von Hepar sulph.,■"""«en. oder Mercur. erzielt; Andere wollen noch Graph.°der Acid. nitr. angewandt wissen. — Sind mikroskopische^Uze nachweisbar, so müssen die Haare, welche an denergriffenen Stellen als fremde Körper wirken, mit einer.rncette oder Haarzange entfernt und die Stellen mit an-^Parasitären Mitteln behandelt werden. Bepinselung mit^Ublimatwasser 'Hydrarg. mar. corr. 0,1, Aq. dest. 50,00)gellen wir allen anderen in Vorschlag gebrachten äusser-ten Mitteln vor.
Leberflecken. Cloasma vulgare.
Es sind dies braune, umschriebene Hautflecken in Ge-walt grösserer oder kleinerer Inseln, die sich vorzüglicha, tf der Brust, am Oberarm oder auf den SchulterblätternGründen und sich ein wenig über die Haut erheben. Sie^Ursachen oft lästiges Jucken und schälen sich beimRatzen in feine Hautpartikelchen ab. Die Behandlungst eine rein örtliche. Wir nehmen Schwefelspiritus\., Gramm Flor, sulph. zu 40 Gramm Spiritus), schüttelne Mischung vor dem jedesmaligen Gebrauch tüchtig durch^d reiben alle Abende die ergriffenen Hautstellen damit*dentlich ein. Die lästige Hautkrankheit verschwindet dar-bet sehr bald.
Die Leberflecken haben mit der Leber nichts zu thun. ^ dürfen auch nicht mit den sehr häufig auf dem Ge-ctlt junger Leute vorkommenden Sommersprossen^Wechselt werden. Gegen die Sommersprossen empfiehlter alte Hufeland ein sehr einfaches Mittel, nämlich dieosung von etwas Borax in Wasser, womit die Stellen6ln gerieben werden sollen.