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Handbuch der Homöopathie : mit Benutzung fremder und eigener Erfahrungen nach dem neuesten Standpunkte der Wissenschaft
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Specielle Therapie.

Eierstockswassersucht. Hydrops ovarii.

Der Verlauf ist meist schleichend ; er erstreckt sich aufmehrere Jahre und noch länger, wenn nicht infolge vonBerstung der Geschwulst und Erguss ihres Inhalts in dieBauchhöhle , eine acute , exsudirende Bauchfellentzündungeintritt und den Tod früher herbeiführt. Die Krankheitkommt bei Frauen am häufigsten zwischen dem 20. und40. Jahre vor und zwar meist einseitig. Anfangs nur einGefühl von Druck und Schwere oder dumpfer Schmerz inder Tiefe des Beckens. Bei angezogenen Schenkeln, in derRückenlage, fühlt man da, wo der horizontale Ast desSchambeins in das Darmbein übergeht, in der Tiefe eineGeschwulst, die verschiebbar ist und beim Drucke nichtschmerzt. Durch die Geschwulst, welche oft einer Schwan-gerschaft gleichkommt, wird der Uterus verschoben. Beider Untersuchung ist Fluctuation durch das Schamgewölbeund den Mastdarm bemerkbar, was sich allerdings nachdem Inhalt der Cyste richtet, der nach Quantität undQualität sehr verschieden sein kann. Flüssiger Inhalt,wasserhell oder trübe (besonders bei den einfachen Cysten) !dick, zäh, gallertartig mit Blut oder Eiter (in den Cystoi-den). Im Schenkel der leidenden Seite klagen die Patientenüber Taubheitsgefühl, welches vorzüglich gegen Abend mitziehendem Reissen abwechselt. Das Gesicht ist blass, dieHaut trocken und pergamentartig; um die Gelenke undKnöchel findet sich nicht selten ödematöse Geschwulst. Insehr vorgeschrittenen Fällen, in denen die Verdauung lei-det, Brechreiz und Erbrechen, Kugelaufsteigen (Globushystericus), beschwerliche Harnexcretion, Verstopfung.

Die Entleerung des Wassers durch die Paraeentese istnur in schweren Fällen gestattbar. Wo eine Heilung mög-lich, wird diese erzielt durch Sabina oder Dulcam. Aberauch durch Apis haben wir in einem Falle einen eclatantenErfolg erzielt. (In neuerer Zeit wird besonders Apisin m5. Verreibung gegen Eierstockscysten gerühmt.) Canthar-in den Fällen, wo ein krampfhaftes Leiden der Harnblasemit Strangurie oder Tenesmus des Blasenhalses zugegenwar. {Hartmann.) Von den sonst empfohlenen Mitteln, m