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Handbuch der Homöopathie : mit Benutzung fremder und eigener Erfahrungen nach dem neuesten Standpunkte der Wissenschaft
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Cholera.

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Uebelkeit, Erbrechen und Durchfall fehlen noch. NachAnwendung des Camphers zeigt sich sehr oft baldiger Aus-bruch von Schweiss, als sicherstes Zeichen der Besserung.Wir reichen von Campher 1. alle 5 Minuten 1 Tropfen ine mem Esslöffel voll Wasser, bis Besserung erfolgt; späterV1 el seltener, weil er sonst leicht lästige Blutüberfüllungues Gehirns (Gehirnhyperämie) erzeugt.

Wir verabfolgen bei der Cholera sämmtliche Arzneien111 tiefern Potenzen, 3.6., in viertelstündlichen oder nochhäufigeren Wiederholungen.

Um den entsetzlichen Durst des Kranken zu stillen,ist Wasser allein nicht genügend. Man gebe ihm vielmehrsäuerliche Getränke, soviel er nur will, um den qual-v °Uen Durst zu löschen. Auch scheinen die Säuren sehrWirksam zu sein, um den Cholerapilz zu vernichten. Wir^upfehlen daher Apfelwein, Champagner oder auch"auerkrautwasser in reichlichen Mengen als Ge-zänk. E s scheint, sagt Dr. Hensler (meine Erfahrungenln ; der asiatischen Cholera), dass die Säuren gewisse orga-nische Krankheitskeime zerstören, die bei ihrer Entwicke-nn g ähnliche Wirkungen hervorbringen, wie die Säuren,w enn sie in vergiftender Menge genossen werden. Dafürspricht wohl auch die Thatsache, dass es noch nie ge-nügen ist, Thiere durch Beimischung von Cholerastoff zur^ahrung anzustecken. Die Thiere haben eben viel kräf-S e re Säuren im Verdauungskanale, als der Mensch.

In Cholerazeiten bleibe man so viel wie möglich zu

ause, unternehme nur kleine Spaziergänge und esse nicht

u sser dem Hause. Alle Speisen seien gekocht, auch

as Trinkwasser. Seine Wäsche lasse man im, nicht

sser dem Hause waschen. Kommen Cholerafälle in der

ar nilie vor, so ist strengste Reinlichkeit Haupterforderniss.

Alle Aussonderungsstoffe müssen schnell entfernt und

6 Ausleerungsgeschirre und der Abort sorgfältig desin-

oirt werden. Wer mit Cholerakranken zu thun hat,

Jasche sich recht fleissig und sorgfältig die Hände, da

gerade die Finger, wenn sie durch die Ausleerungsstoffe

°lerakranker besudelt worden, am leichtesten den Cho-

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