Cholera.
239
Kaum, fühlbar. Die Urinsecretion ist völlig unterdrückt,^as Bewusstsein ist ungetrübt. Auf dieser Höhe kannSl ch das Leiden einige Zeit, selten über 12 Stunden, hal-ben. Das Blut verdickt sich infolge seines Wasserverlustes,der sogenannten Intercellularflüssigkeit, allmälich immermehr, was eine hochgradige Abschwächung der Herzactionu nd zuletzt eine Paresis des Herzens zur unausbleiblichen*°lge hat. Die Kranken werden in einigen Stunden hin-gerafft. Oder es tritt eine günstige, vollkommene^eaction ein, mit allmälieher Abnahme der Cholera-symptome ; die Körperwärme stellt sich allmälich wiederein ; mit Ausbruch von Schweiss, Abnahme des DurstesUnd "Wiederkehr der Harnabsonderung, die anfangs oft reich^ Eiweissgehalt, aber arm an Kochsalz und Harnstoff ist.Je reichlicher die Urinabsonderung, ie schneller tritt dieGenesung ein.
Oft tritt aber eine ungünstige Reaction ein. Diekörperwarme kehrt ungleichmässig zurück, es werden näm-l0 u Kopf und Rumpf heiss, während Gliedmassen und Ge-weht kalt bleiben. Der Puls nimmt rasch eine harte Be-schaffenheit an, wird voll und frequent. Das Gehirn ist^genommen, der Kranke liegt schlafsüchtig und delirirenda - Die Temperatur steigert sich bedeutend, die Cholera-yroptome — besonders der Durchfall —■ dauern, wennUc h im geringern Grade fort, letzterer ist zersetzt undittkend, die Zunge ist trocken und fuliginös, d. h. russ-r , tl g belegt. Es entsteht das Bild eines intensiven Typhus,xt dem meistens die Symptome hochgradiger Nierener-ankung verbunden sind. Der Uebergang dieses Cholera->phoids in Genesung ist stets ein langsamer, doch, 't die günstige Wendung schon in der zweiten Woche' n - In anderen Fällen treten schwere Complicationen undtzündliche Localisationen ein, z. B. der Lunge, der Luft-lere ^ der y[H z | 0( j er es bilden s i c h diphtheritische Pro-esse im Pharynx, in den Gedärmen u. s. w., und der Todunter diesen Umständen ein nicht seltener, vielmehr«^wohnlicher Ausgang.
Ob der von Dr. Koch im Choleradarme aufgefundene