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Speeielle Therapie.
nach starker Erhitzung und Körperanstrengung; Schlafenim Freien, vorzüglich an feuchten Plätzen; kalter Zug-wind u. dergl. Alles, was plötzlich die Ausdünstung unter-drückt, kann Brustfellentzündung erzeugen. Sie kann fernerdurch zu heftige Bewegung und schwere Körperarbeitenentstehen. Die Pleuritis kommt nach Erkältung, Körper-überanstrengung etc. primär vor; s e cundär bei Erkran-kungs- und Entzündungsprocessen benachbarter Organe,besonders der Lunge oder des Herzbeutels u. s. w. Sieerscheint aber auch metastatisch (bei Typhus, Pyämie,Wochenbettfieber, acuten Exanthemen etc.); häufig auchbei der Bright'sehen Nierenkrankheit. Nach allendiesen, die Pleuritis hervorrufenden oder sie begleitendenUmständen, bietet sie in ihren Formen und Erscheinungenein sehr verschiedenes Bild.
Unter den homöopathischen Arzneimitteln verdient imersten Beginn der Krankheit zunächst und vor Allem
Aconitum volle Berücksichtigung. Und zwar bei hoch-gradiger Fieberhitze mit vielem Durst, Unruhe, beschleu-nigtem Athem mit Stichschmerzen an einer bestimmtenStelle der Brust. Wir lassen von Aconitum 3.—6. Potenz10—12 Tropfen oder 20—30 Streukügelchen in 6 Esslöffelvoll Wasser verrühren und verabfolgen davon alle 1—2Stunden einen Esslöffel voll. Darnach lässt das Fieber ge-wöhnlich schon in 8—10 Stunden bedeutend nach, undunter dem Eintritt reichlicher Schweisse vermindern sichsämmtliche Beschwerden. — Ist dieses nicht der Fall oderbestehen die stechenden Schmerzen noch fort oder findenwir bei der Untersuchung, dass das Exsudat sich zu er-giessen beginnt, dann greifen wj.r ungesäumt zu
Bryonia, welche sich auch gleich von Anfang an zumGebrauch eignet und zwar in allen den Fällen, bei denendas Fieber massig, der Schmerz heftig, aber nicht z ulebhaft ist. Sie bewirkt meist rasche Herstellung, sodassdie Exsudate selten noch Fortschritte machen und dieSchmerzen aufhören. Tritt jedoch nach dem Gebrauch vonBryonia, innerhalb 12—14 Stunden, keine Besserung ein,macht der Exsudationsprocess Fortsehritte, steigert sich die