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Handbuch der Homöopathie : mit Benutzung fremder und eigener Erfahrungen nach dem neuesten Standpunkte der Wissenschaft
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Specielle Therapie.

Ursachen sie oft Schmerzen bei Witterungsveränderung.Enthält ein Bruch weder ein Stück Netz, noch eine PartieDarm, so heisst er ein falscher Bruch, und daher dieBenennung: Windbruch, Fleischbruch, Wasserbruch.

Die meisten Brüche entstehen durch mechanische Ver-letzung, heftige Anstrengung des Körpers etc. Bei Vielenist eine erbliche Anlage zu Brüchen vorhanden, solcheLeute müssen sich doppelt vor jeder unvorsichtigen Be-wegung hüten. Brüche können sehr häufig durch innerehomöopathische Mittel geheilt werden, doch muss vor allenDingen ein gutes Bruchband den Schaden zurückhalten undder Patient sich ruhig verhalten, damit nicht der Bruch inder Heilperiode wieder hervortritt.

Ein gutes Bruchband darf keine Beschwerden beimTragen machen, es sei, dass es Anfangs vielleicht etwasdrückt oder unbequem ist; es muss den Bruch vollständigzurückhalten und nicht von der Stelle wegrutschen, dasonst leicht der Bruch unheilbar gemacht werden kann-Merkt man, dass der Bruch etwas vortritt, so lege mandas Bruchband gleich ab und bringe den Sehaden in derRückenlage wieder in Ordnung, was in der Bettwärmeimmer am leichtesten gelingt. Ist der Bruch vollständigzurückgebracht, so lege man das Bruchband wieder an.Ein gutes Bruchband darf nicht zu oft den Bruch hervor-treten lassen; geschieht es aber, so taugt das Bruchbandnichts und man muss ein anderes von einem geschicktenBandagisten anfertigen lassen. Oft ist auch nur eine Ver-grösserung oder Aenderung der Pelotte nöthig. Das Bruch-band legt man stets im Liegen, niemals im Stehen an.Ein eingeklemmter kleiner, noch nicht lange bestehenderBruch ist gewöhnlich weit gefährlicher, als ein alter, grosserBruch mit ausgeweiteter Bruchpforte.

Da ein eingeklemmter Bruch [Hernia incarcerata) immei'lebensgefährlich ist, so darf man nie verabsäumen, schnelleHülfe zu schaffen. Oft ist ein krampfhaftes Zusam-menziehen der Bruchpforte oder eingetretener, verhärteterKoth die Ursache, dass der Darmtheil nicht zurück-geht , wodurch, da dieser eingeklemmte Theil die dahin