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Handbuch der Homöopathie : mit Benutzung fremder und eigener Erfahrungen nach dem neuesten Standpunkte der Wissenschaft
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Specielle Therapie.

Dulcamara." Bei milchweissem, trübem oderschleimigem Harn und besonders bei chronischen Bla-senleiden, wo ein schmerzhaftes Drängen, mit tropfen'weisem Abgange des Harns vorhanden.

Hyoscyamus '. Dieses Mittel bewährte sich uns oft i»den hartnäckigsten Fällen von Harnretention, ver-bunden mit anhaltendem Harndrang; Erscheinun-gen, die oft plötzlich, nach Erkältung oder nach Druck undStoss auf die Blasengegend, eintreten. — Tropfenweise,unter den heftigsten Qualen abgehender, trüber, ein schlei-miges oder eiterartiges Sediment absetzender Urin. Läh-mungsartiger Zustand des Detrusor urinae. Diestark gefüllte , aufgetriebene Blase ist oft bis zur Nabel-gegend fühlbar. Selbst dann noch hülfreich, wenn wegenzu starker Entzündung, auch der Harnröhre, die Applica-tion des Katheters, grosser Schmerzen halber, unmöglich ist

Camphora 3.—6. ist dann zu empfehlen, wenn nachMissbrauch solcher Arzneien, die besonders reizend auf dieHarnorgane einwirken [Canthariden, Cabeben, Copaivbalsara,Terpenthin etc.), die Entzündung entstand.

NUX VOmica: Acute ßlasenkatarrhe in Folge des Ge-nusses junger Biere oder saurer Weine (im Volks-munde kalte Pisse genannt); hier ist auch Arsenicun %oder Pulsatilla von vorzüglicher Wirkung. Ausserdempasst Nux vom. auch bei Trinkern und Hämorrhoi'dariern. — Brennende, über die gesammten Harnorganesich verbreitende Schmerzen beim Uriniren; nach dem-selben Zusammenziehschmerz in der Harnröhre; der Urinwird unter Pressen nnd Drängen in kleinen Pausen gelassen-

Blasenkatarrhe, in Folge von Blasensteinen oderHarngries, erfordern den Gebrauch der Kronenquelle;worüber das Nähere bei „Blutharnen" zu ersehen. Ist derBlasenkatarrh nach gewaltsamem oder ungeschicktemKatheterisiren entstanden, dann bewährt sich Arnicaoder Conium.

Verursacht zu scharfer, ammoniakalischer Urin denacuten Blasenkatarrh, dann nützen oft Phosphor., Phosph-