Bauchschmerzen und Kolik.
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genannten Mittel nicht bald Linderung bringen, so säumeWan nicht, sofort Morphium aceticum 1. Dec.-Verr. 3 Gran111 4 Esslöffel voll Wasser zu lösen, schüttele die SolutionJedesmal vor dem Gebrauch gut um und verabfolge davonalle i/ 4 —1/2 Stunden 1 Theelöffel voll; es tritt darnachSe hr bald Besserung ein, ohne starke Narkose zu erzeugen.Warme Umschläge von Leinsamen, auf die Lebergegend,Verden gut vertragen und tragen oft viel zur Verminderung"es Schmerzes bei. — Manche Aerzte finden in verzwei-felten Fällen nur in der subcutanen Injection ein Linde-rungsmittel. Bei vielen Patienten verursacht jedoch dieMorphiumeinspritzung arges Erbrechen, was aber bei dieserKrankheit vermieden werden muss.
Sehr zu empfehlen ist der methodische Gebrauch derkarlsbader Thermen; d.h. man steigt allmälich mitden. Gaben und kommt wieder auf das ursprüngliche Massz Urück. Mühlbrunnen (2 Becher) und Sprudel (3—7 Becher).Karlsbad erleichtert nicht nur den Abgang der Gallensteine,sondern hebt vielleicht, durch Verbesserung der VenositätUnd der Gallenbildung, auch die Disposition zur Wieder-kildung wenigstens auf lange Zeit.
6. Bleikolik. Coliea saturnina.Durch Vergiftung mit Blei erzeugt. Magendrücken,■^Urst, süsslicher Mundgesehmack und Trockenheit imMunde, Stuhlverstopfung, bleiche Gesichtsfarbe, heftigeMagen- und Leibschmerzen, Convulsionen. Nach Entfer-nung der schädlichen Einflüsse haben sich bewährt: Bell. ,■Nux vom., Opium.
7. Menstrualkolik. Coliea catamenialis.Siehe bei Regelbeschwerden.
Endlich wollen wir noch die gebräuchlichsten Mittel" e gen Kolikschmerzen einzeln charakterisiren :
Aconit.: In viertelstündlicher Wiederholung, ist ein^"ortreffliches Mittel bei Entzündungskolik nach plötz-Ücher Erkältung oder Einwirkung von Zugluft, oft mitGliederschmerzen vergesellschaftet. Der Unterleib ist meist
v - Gerhardt, 'Handbuch d.Homöopathie. 4. Aufl.. 13