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Handbuch der Homöopathie : mit Benutzung fremder und eigener Erfahrungen nach dem neuesten Standpunkte der Wissenschaft
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Speoielle Therapie.

difl., Colchic, Clematis, Merc, Puls., JRhus,Sulph.

3. Die ägyptische oder granulöse Augenent-zündung, welche ihren Namen von jenem Lande trägt,wo sie am häufigsten vorkommt, und granulöse genanntwird, weil sich im spätem Verlauf der Krankheit, aus denElementen der Bindehaut, etwa hirsekorngrosse Körnchen(gramilae) entwickeln. Diese Krankheit tritt oft epide-misch auf und ist nicht ohne Gefahr, besonders wenn sienicht gleich erkannt und behandelt wird. Sie ist sehransteckend und durch Handtücher, Waschwasserund dgl. leicht auf andere Personen übertragbar-— Hydr. oxyd. rühr. 3. D.-Verr. hat sich in dieser ge-fährlichen Augenkrankheit oft bewährt. Wir lassen eineFedermesserspitze von der genannten Verreibung in 6 Ess-löffel voll Wasser auflösen und verabfolgen von dieserSolution alle 2 Stunden 1 Esslöffel voll. Hat sich beiunausgesetztem Gebrauch dieses Mittels in höchstens8 Tagen keine bedeutende Besserung gezeigt, dann greifenwir zu Apis (oder besser Apisin) 3. Potenz und gebendieselbe — 10 Tropfen in 6 Esslöffel voll Wasser —ebenso wie die vorerwähnte Arznei. Apis leistet in dieserKrankheit vortreffliche Dienste ; zumal wenn sie gleich zuAnfange nach Hydrargyrum verabfolgt worden, verhindertsie die Weiterbildung der granulösen Extravasate und dieZerstörung der Schleimhäute des Auges. Auch kann mannoch einige Tropfen Apisin, erste Verschüttelung, in einenEsslöffel voll Wasser thun und damit täglich mehrmalsdie innern Theile des Auges befeuchten. — Ausserdemsind noch beim Uebergang in die chronische BlennorrhoeHepar sulph. [calc. 3., Calc. carb. oder Sulp hur zu em-pfehlen.

4. Die skrophulöse Augenentzündung, welchebei skrophulösen Individuen vorkommt und nicht selten dieAugenlider ergreift, verbunden mit Anschwellung derselben,Lichtscheu, Brennen und Stechen in den Augen, Thränenderselben oder Zuschwären, erfordert Sulphur als Heil-mittel, welches auch da gute Dienste thut, wo sich Hörn-