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Handbuch der Homöopathie : mit Benutzung fremder und eigener Erfahrungen nach dem neuesten Standpunkte der Wissenschaft
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Einleitung.

sowohl für die Processe der Ernährung' als auch für andereorganische Functionen wesentliche Dienste leisten.

Nahrung endlich ist immer erst die Summe allerNahrungsstoffe in den Nahrungsmitteln, sammt Genuss-mitteln, welche alle zusammen nothwendig sind, um denKörper auf einem gewissen normalen Stand« zu erhalten.

Eines der wichtigsten Nahrungsmittel (siehe meineDiätvorschriften, Jena 1860) ist stets die Milch. Sie istdie erste Nahrung des jungen Säugethiers und des Menschen,ist Nahrungsmittel par excellence, denn sie steht hinsichtlichihrer Beschaffenheit und chemischen Zusammensetzung demBlute, in welches jedes Nahrungsmittel verwandelt werdenmuss, wenn es seinen Zweck erfüllen soll, am nächsten,wie die Betrachtung ihrer Bestandtheile lehrt. DerGrund der oft geführten Klage, dass die Milch schlechtbekomme, verschleime und säure, liegt darin, dass sie fürviele, an stärkere Reize gewöhnte Magen zu reizlos ist.Besonders führen solche Personen über das schlechte Be-kommen der Milch Klage, deren ganze Constitution zuSäurebildung und Stuhlunregelmässigkeiten disponirt, z. B.Gichtische, Skrophulöse, Phlegmatische, Leberkranke. Wollteman bei diesen geradezu behaupten, die Milch passe fürsie nicht, so wäre das ein grosser Fehler. Man gewöhnenur den Magen erst daran, resp. entwöhne ihn von derzu reizenden Nahrung und gewöhne ihn allmälich an dieMilch, die man zuerst stark mit Gesundheits-Kaffee oderCacao-Thee verdünnt, und setze allmälich mehr Milchhinzu. Die Milch ist am verdaulichsten und gesundestenunaufgekocht; warm, wie sie von der Kuh kommt. Be-sonders ist sie für durch Blut- oder andern Säfteverlustgeschwächte Personen, Lungenkranke etc. sehr zu empfehlen.Diesen Kranken, wie überhaupt allen schwächlichen In-dividualitäten, ist die euterwarme Milch höchst zuträglich.Giebt es irgendwo und wie eine gestattbare und nützlicheTransfusion (Blutübertragung), so ist es die bei Ge-legenheit des Genusses der unmittelbar aus dem Euterentnommenen Milch.