Ratanhia.
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Raphanus.
Radix Raphani nigri s. hortensis. Gemeiner Rettig', Gartenrettig,Sommer- oder Winterrettig. Von Raphanus sativus L. Cl, XV. 0. 2.fam. Cruciferae. Hayne XI. 41.
Von den verschiedenen, durch Kultur erzeugten Abarten desRettigs hat man dem unter obigem Namen bekannten den Vorzuggegeben. Die sehr grosse, rundliche, rübenförmige Wurzel, welcheein Gewicht von 500 Gramm erreicht, hat eine schwarze oderschwarzgraue Oberhaut, weisses, dichtes, sehr saftiges Fleisch undeinen besonders scharfen Geschmack und Geruch.
Hohle oder saftleere Wurzeln sind zu verwerfen, die vonmittelmässiger Grösse vorzuziehen. Im Monat Juni oder Juli nachReg. 2 zur Essenz zu bereiten, die eine blassgelbe Farbe undscharfen Geruch hat. Vergl. hierzu den Artikel Armoracia.
Ratanhia.
Radices Ratanhiae s.Ratanhae. Ratanhia-, Rkatania-. Ratanha-oder Ratanhywurzel. Von Krameria triandra Ruitz. Cl. XIV. 0. 2.fam. Polygalaceae. Göbel IL 4. Hayne VIII. 14. Düsseid. 413.
Diese durch den Handel aus Amerika kommende Wurzel be-steht aus einem 10—20 Cm. langen und bis 5 Cm. dicken, ästigenWurzelstock von unbestimmter Form, aus dem sich viele gegen50 Cm. lange. 1—2 Cm. starke, seitwärts und nach unten aus-gehende runde Zweige und zahlreiche, ebenso lange, bis zu einigenLinien dicke Wurzelfasern entwickeln; sie sind hin- und her-,zuweilen knieförmig gebogen. Die Dicke der ausserhalb dunkelbraun-rothen, nach innen dunkler. fast violett-rothen Rindensub-stanz ist im Verhältniss zur holzigen Faser beträchtlich; beidewerden von zahlreichen Längen- und Querrissen durchzogen,wodurch das Abfallen erstem- veranlasst wird. Die Textur desInnern holzigen Theiles ist dicht, grobfaserig, auf der Schnitt-fläche harzglänzend. Die Wurzel ist ziemlich schwer, geruchlos,von stark zusammenziehendem Geschmack, den Speichel braunfärbend.
Wir wählen die mittleren, noch vollständig mit ihrer Rinden-substanz bekleideten Stücke, um davon nach Reg. 1 mit verdünntemWeingeist Tinktur zu bereiten, die gesättigt braunrothe Farbe undzusammenziehenden Geschmack hat.