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Homöopathische Pharmakopoöe
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Heliotropium.

Heliotropium.

Wohlriechende Sonnenwende, Vanillenkraut. Von Heliotropiumperuvianum L. Cl. V. 0. 1. fam. Asperifoliae.

Der kleine, 30—60 Cm. hohe, in der Bliithe angenehm nachVanille duftende Strauch wird im freien Lande und in Töpfen überallgezogen. Der unterhalb holzige Stengel theilt sich in viele Aeste, dieeilanzettförmige, kurzgestielte, runzlig behaarte Blätter treiben. DieBlüthenstiele sind gegen die Spitze hin behaart und getheilt undtragen in gekrümmten, einseitswendigen Aehren kleine weisslich- oderröthlich-blaue, sehr stark riechende Blüthen.

Die ganze Pflanze, mit Ausnahme der Wurzel, wird zur Blüthezeitnach Reg. 2 zur Essenz bereitet.

Radices Hellebori sSchwarze oder ächte Niesswurzel

Helleborus niger.

Ellebori nigri s. Veratri nigri s. Melarnpodii.

Christwurz, Weihnachtsrose. Von

Helleborus niger L. 01. XIII. 0. 7. fam. Ranunculaceae. Brandt etRatzeb. I. 34. Hayne I. 7—8. Düsseid. 393. Göbel IL 31.

Diese, ihrer Schönheit wegen nicht selten in Gärten gezogene.ausdauernde Pflanze wächst wild in den Wäldern der Voralpen undBerge des mittleren und südlichen Europa. Blätter undBlumen kom-men unmittelbar aus der Wurzel heraus; erstere sind lang gestielt,bandförmig, in 7—9 ungleich grosse lanzettförmige Blättchen getheilt,immer grün, glatt; letztere erscheinen im December bis Februar aufhandhohen Stielen, sind ansehnlich gross, ausgebreitet, milch- oderröthlich-weiss, überhängend, wohlriechend. Die Wurzel besteht auseinem kurzen, kriechenden, mehrköpfigen Stock und den sich nachallen Seiten daraus entwickelnden, zahlreichen, gedrängten, langen,runden Fasern von äusserlich dunkelbrauner], innerlich gelblich-weisser Farbe und markiger Substanz, auf dem Querschnitt einensternförmigen Markstrang zeigend. Der Geruch der nicht zu altenWurzel ist ranzig, widerlich, dem der Senega etwas verwandt; ihrGeschmack scharf bitterlich. s j Diese Drogue ist mehrfachen Verwech-selungen und Verfälschungen ausgesetzt, daher jederzeit mit beson-derer Sorgfalt ihre Aechtheit zu untersuchen.

Die nur von wildgewachsenen Pflanzen gleich nach der Blüthe,die in den Wintermonaten eintritt, eingesammelte Wurzel wird, vor-sichtig getrocknet, nach Reg. 1 zur Tinktur bereitet, die eine bräun-lich-strohgelbe Farbe und schwachen Geruch hat.