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Homöopathische Pharmakopoöe
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Cubeba.

Cubeba.

Ctibebae, baccae s. seinen Cubebarum, Piper caudatum. Kubeben,Schwindelkörner, Stiel-, Schwanz- oder Kubebenpfeffer. Von PiperCubeba L. Cl. IL 0. 1. fam. Urtieeae. Düsseid. I. 22.

Die unter obigen Namen im Handel vorkommenden kugelrunden,mit einem Stiel versehenen Körner sind die unreifen Beeren eines inOstindien heimischen rankenden Strauches. Sie haben die Grössemittlerer Erbsen, eine schwarzbraune, wie mitgrauemReif überzogenerauhe Schaale und darin einen gleichfarbigen Kern; erstere riecht an-genehm gewürzhaft, hat aber wenig Geschmack, während der letzterebitterlich, scharf, pfefferähnlich schmeckt. Der Stiel ist nicht ohneBeschädigung der Schaale abzubrechen.

Die nach Reg. 1 bereitete Tinktur hat eine lichtbraune Farbeund Geruch und Geschmack der Beeren.

Cuprum.

Venus, Cuprum purum s. rnetallicum. Kupfer, reines oder metal-lisches Kupfer.

Ein Theil gereinigten schwefelsauren Kupferoxyds (s. d.) wirdin der zehnfachen Menge destillirten Wassers gelöst. Die filtrirteLauge wird sodann in einem blanken kupfernen Gefäss mit einigeneinzulegenden arsenfreien Zinkstäben unter Umrühren so lange ge-kocht, bis die blaue Farbe derselben fast verschwunden ist. NachEntfernung der Zinkstäbe wird das metallisch ausgeschiedene Kupfer-pulver zuerst wiederholt mit heissem destillirtem Wasser ausge-waschen, dann (zur Entfernung etwa vorhandener Bruchstückchen derZinkstäbe) mehrere Stunden lang mit einer sehr verdünnten Schwefel-säure unter häufigem starkem Aufschütteln digerirt. Nachdem nundurch erneuertes sorgfältiges Auswaschen auch diese Lauge wiederentfernt worden, sammle man den Niederschlag im Filter, befreieihn durch Abdrücken zwischen oft zu erneuernden mehrfachen LagenFliesspapiers möglichst von der anhängenden Feuchtigkeit, wasche ihnwiederholt mit starkem Weingeist nach und trockne ihn zuletzt durchReiben in einem gut erwärmten Porzellanmörser völlig aus. So be-reitet, stellt er ein zartes, glanzloses Pulver von kupfer- oder licht-chocoladenbrauner Farbe dar, welches unter dem Polirstahl sogleichvollkommenen Metallglanz annimmt.

Es werden hiervon Verreibungen angefertigt, deren erste eineblau-graue Farbe hat.