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VIII
Vorrede zur fünften Auflage.
Mittel ist nur mangelhaft geprüft; dieselben tragen den älteren,am gesunden Menschen geprüften und bewährten homöopathischenArzneimitteln gegenüber immer nur einen mehr oder minder ephe-meren Charakter. Falls das Buch nicht allzu voluminös werdensollte, war also eine kritische Sichtung derselben nöthig. Hierinaber der mit Ausarbeitung einer „internationalen homöopathischenPharmakopoe" beauftragten Commission vorzugreifen, wäre un-passend für ein dieser Commission angehöriges Mitglied gewesen,— und so musste denn die ursprüngliche Form des Werkes bei-behalten und dasselbe in unveränderter Auflage gedruckt werden.um zeitweise — bis zum Erscheinen jenes internationalen Unter-nehmens, — seinen Zweck als pharmakologisches Nachschlagebuchfür homöopathische Aerzte und Pharmaceuten zu erfüllen. Nochweniger aber hielt er sich für berechtigt, die Grüner'sehe Lehrevon der Potenzirung der Arzneimittel, welche vielfach von derHahnemann'sehen abweicht und die nur in der von ihm selbstherausgegebenen „Pharmacopoea homoeopathica polyglotta" exaetgelehrt ist, sowie die ebenfalls von Hahnemann abweichendeLehre von der Bereitung der Essenzen zu verändern, denn er hättedadurch vielleicht bei manchen Fachgenossen, — denen das WortHahnemann's: Macht's nach, aber macht's genau nach!in Bezug auf die homöopathische Pharmacie noch nicht in Fleischund Blut übergegangen ist, — sowie bei Jenen, welche in Ländernthätig sind, wo die Gruner'sche Pharmakopoe von Staats-wegen eingeführt ist, Irrungen hervorgerufen. Ergo — ut sit,aut non sit!
LEIPZIG, im Februar 1878.
Die Verlagshandlung von Dr. Willmar Schwabe.