Mittel, welche auf die Parmschleimhaut wirken.
C91
m-Phenylendiamin ist ein Antidiarrhoicum 1 ). Das Chlorhydratdesselben wurde Lentin benannt.
Gewöhnlich werden in der Therapie als Appetit erregende Mittelinsbesondere die Bitterstoffe verwendet, sowohl die bitteren Alkaloide,wie Chinin und Strychnin, als auch die verschiedenartigen bitterenGlykoside aus Pflanzen.
Die intensiven Riechstoffe der Früchte und Gewürze (zumeistEster und Terpene), sowie die Bitterstoffe und gewisse Alkaloide be-wirken nach J. Pohl oft in kurzer Zeit ein deutliches Ansteigen der Zahlweißer Blutkörperchen im zirkulierenden Blut. Die Alkohole, Alkali-salze sind in dieser Richtung gar nicht, von den Metall Verbindungensalpetersaures Wismut und Eisenoxyd nicht regelmäßig wirksam. Siewirken verdauungsbefördernd und appetitmachend, sie sind imstande,disponibles Nährmaterial aus den Reservestoffbehältern in den Kreis-lauf zu bringen und in dieser Förderung des zellulären Nährstofftrans-ports darf wohl nach Pohl's Ansicht die so lange gesuchte Ursache derallenthalben geübten diätetischen und therapeutischen Verwendungdieser Stoffe gesucht werden 2 ).
Durch Zufall ist man auf synthetischem Wege zu einem Appetitreizenden Mittel gelangt.
C. Paal stellte Phenyldihydrochinazolin dar,
N\,CHN.C 6 H 5
in der Hoffnung, einen stark antimykotischen Körper zu erhalten.Aber bei den Tierversuchen und bei Versuchen an Menschen zeigtedie Substanz nur äußerst geringe Giftigkeit und bei innerer Einnahmebitteren Geschmack und ein auffallend frühzeitiges Hungergefühl. Esist von Interesse, daß andere von Penzoldt 3 ) nach dieser Richtung hinuntersuchte, dem Phenylhydrochinazolin, Orexin genannten, nahe ver-wandte Körper keine solchen Appetit erregenden Eigenschaften aus-zulösen in der Lage sind. Nach dieser Richtung wurden untersucht:
Diphenyldihydrochinazolin ist ohne jede Wirkung.
N.HC1
') Unverricht, Münchner med. Wochensohr. 1904. 122E
2 ) AePP. 25. 51.
3 ) Ther. Mon. 1890. 59 u. 374.
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