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Arsen- und Antimonpräparate.
Phenoxylessigsäure erhöht die Toxizität, Phthalsäure mindert siebeträchtlich in Verbindung mit Atoxyl. Diese Verbindungen sollengegen Trypanosomen heilkräftiger sein als Atoxyl 1 ).
Hektin ist das Natriumsalz der Benzolsulfon-p-aminophenylarsin-säure 2 ).
Der Arsensäurerest haftet beim Atoxyl sehr fest am Benzolkernund es zeigt sich eine weitgehende Analogie zwischen Arsanilsäure undSulfanilsäure. Diese Analogie geht soweit, daß man auch dieleichte Spalt-barkeit beider durch Halogen durchführen kann. So entsteht aus Arsanil-säure mit Bromwasser fast quantitativ Tribromanilin und Arsensäure.Alle Halogenderivate der Arsanilsäure haben eine bedeutend stärkereGiftigkeit als ihre Muttersubstanz.
Atoxylsaures Quecksilber wird Atyrosyl genannt.
Der Chininester der p-Dichlorarsinobenzoesäure ist ein wirksamesGift gegen Trypanosomen, aber auch sehr giftig für das an Trypano-somen erkrankte Tier 3 ).
p-Aminophenylarsensäuretetrajodid HJ, NH 2 . C 6 H 4 . AsJ 4 erhält mandurch Übergießen trockener p-Aminophenylarsensäure mit Jodwasser-stoffsäure von 1,7 sp. G. bis zur Lösung beim Erwärmen. Die Sub-stanz wirkt wie die anderen jodierten Atoxylderivate, dabei aber starkätzend und nekrotisierend 4 ).
.OH
Triphenylarsinoxychlorid (C s H 5 ) 3 As<^ und Methyldinatriumarse-
X C1 5 )
niat CH 3 As0 3 Na 2 -f- 5 H 2 0 wurden von Gautier unter dem NamenArrhenal empfohlen 6 ).
Dioxydiaminoarsenobenzoldichlorhydrat ist Salvarsan. (Ehrlich-Hata 606).
Säureabkömmlinge der p-Aminophenylarsinsäure erhält man durch Aeylie-rung von p - Aminophenylarsinsäure. Formylarsanilsäure, Acetylarsanilsäure,Butyrylarsanilsäure, Chloracetylarsanilsäure, Malonylarsanilsäure, Benzoylarsanil-säure, Phthalylarsanilsäure, ebenso ist der Harnstoff der Aminophenylarsinsäurobeschrieben 7 ).
p-Aminophenylarsinsäure und ihr Homologen kann man in Harnstoff- undThioharnstoffabkömmlinge verwandeln durch Einwirkung von Cyansäure resp.Sulfocyansäure oder deren Estern auf Arsanilsäure 8 ).
Bei der Einwirkung von Arsensäure auf o- und m-Toluidin, sowie auf p-Xyli-din wird l-Aminobenzol-4-arsinsäure, resp. ihre Homologen gebildet, insbesonderewenn man 2 Teile Arsensäure mit 3 Teilen Amin erhitzt. Sie zeigen analogeWirkungen wie die Arsanilsäure. Die Darstellung von o-Tolylarsinsäure auso-Tolylarseniat durch Erhitzen auf 180 ° ist im englischen Patent 855 v. 14./I.1908 beschrieben 9 ).
') DRP. 191548.
2 ) Balzer und Mouneyrat, Progres Medical 1909. Nr. 27. Revue Internationalde Medicin et de Chirurgie 1909. 375.
3 ) K. J. Oechslin, The Philippine Journ. of Science. 6. Sektion. A. 23.—24.Januar (1911). Manila.
4 ) Boll. Soo. Med. Chir. di Pavia (1911).
5 ) R. Kobert, Therap. d. Gegenwart 1902/3. 159.
6 ) Presse medicale 1902. 791 u. 824.') Speyerstiftung, DRP. 191548.
8 ) Farbwerke Höchst, DRP. 213155, Zusatz zu DRP. 191548.9 ), Farbwerke Höchst, DRP. 219210.