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Tafel 133.
Erklärung der Figuren.
F| g- 1. Cardamüie trijoüa (nr. 1285). Habitus.» 2. Cardamine pratensis (nr. 1291). Blühender
Spross... 2a. Gefüllte Blüte.
i) 3. Cardamine amara (nr.1292). Blühender Spross.ii 3 a. Längsschnitt durch die Blüte.» 4. Cardamine hirsuta (nr. 1288). Habitus,ii 4 a. Blüte (zwei Kronblätter sind nach abwärts
geschlagen).
Fig. 5. Cardamine flexuosa (nr. 1289). BlühenderSpross.„ 5 a. Schote (geöffnet).„ 5 b. Same (vergrössert).„ 5 c. Querschnitt durch den Samen.„ 6. Cardamine resedifolia (nr. 1294). Habitus.„ 6 a. Fruchtknoten, b Same (vergrössert).„ 7. Dentaria digitata (nr. 1282).„ 7a. Blüte (Kronblätter entfernt).
ringförmige, innen und aussen eingebuchtete Honigdrüse, die mit den medianen, aussen amGrunde der langen Staubblattpaare gelegenen Drüsen zu einem geschlossenen Ring breit"Verbunden sind (Tai 125, Fig. 18). Fruchtknoten sitzend; Griffel fast fehlend, Narbe aus-gerandet. Frucht (Taf. 125, Fig. 40; Fig. 776) schötchenförmig, linealisch-länglich, länglich-keilförmig, eiförmig-länglich, verkehrt-eiförmig oder elliptisch bis fast kreisrund, an herab-gebogenem Stiel hängend, von vorn und hinten stark zusammengedrückt, flach, schmal-sandig, von einem blattartig-dünnen oder schwammig-verdickten Flügel umzogen, nicht auf-springend, in der Mitte 1-fächerig, mit 2 hängenden, übereinander liegenden Samenanlagen,v on denen nur die eine (meist die untere) sich zum Samen entwickelt, selten 2-fächerig und 1- bis-'-sämig. Scheidewand in den 1-fächerigen Früchten nur in der ersten Anlage (als^eptalleiste) erkennbar, später im Wachstum zurückbleibend und sich in die Fläche der^ruchtwand einebnend, im samentragendem Teil der reifen Frucht völlig fehlend, im unfrucht-baren Teil der Fruchthöhle dagegen, durch nachträgliches schlauchförmiges Auswachsen der^ üll- und Epidermiszellen, sich in ein pseudoparenchymatisches, den ganzen Raum aus-füllendes Gewebe, in das auch die verkümmmerte Samenanlage eingeschlossen ist, umwandelnd(vgl. E. HanniginBotan. Zeitung Bd. LIX [1901], pag. 239 bis 241). Keimling rücken-(seltens eiten-) wurzelig, mit fast flachen (gegen das Würzelchen nur schwach rinnig gebogenen)Keimblättern (Taf. 130, Fig. 2b).
Aus der Gattung Isatis, die unter unseren mitteleuropäischen Gattungen den nächsten Anschluss anJ-Vlyagrum (vgl. Bd. IV, pag. 186) findet, sind in neuerer Zeit etwa 50 Arten unterschieden worden, die wohlau f deren 20 bis 30 zu reduzieren sein dürften; sie bewohnen in ihrer Gesamtheit das Mittelmeergebiet(namentlich dessen östlichen Teil bis nach Indien) und Mitteleuropa (hier nur unsere Art).
Die Angabe der in Klein-Asien, Armenien und Persien beheimateten I. glaüca Aucher [nee Gilib.]als adventiv im Hafen von Mannheim (1906) beruht auf einer Verwechslung mit einer halbpathologischenurn merform von 1. tinetoria (wahrscheinlich zu deren var. alpina gehörig).
'242. Isatis tinetöria L. (= I. glaüca Gilib. nee Aucher, = I. littorälis Steven ex DC, = I. co-r ymbösaBoiss., = I. Lockmanniäna Kotschy, = Crucifera isatis E. H.L. Krause, = I. LusitanicaUe sf., Brot., Pieri etc. nee L.). Färber-Waid (elsässisch: Weyde), Deutscher Indigo,astel. Franz.: Pastel des teinturiers, teinturiere, herbe de St. Philippe; engl.: Woad,"Wade; ital.: Guado, guadone, vado, erba-guada, glastro, pastella. Taf. 130, Fig. 2; Taf. 125,
Fig. 18 und 40 und Fig. 776.
Zweijährige bis ausdauernde, unterwärts meist weichhaarige, oberwärts häufigerKahle und bläulich bereifte Pflanze mit ziemlich dicker, oft mehrköpfiger, unfruchtbareßl attrosetten und Blütenstengel treibender Pfahlwurzel. Stengel kräftig, meist (30) 50 bis100 (140) cm hoch, am Grunde oft 5 bis 8 mm dick, stielrund (getrocknet etwas gerillt), unter-wärts meist zerstreut-behaart, mit ziemlich langen (etwa l j% bis 1 mm), weissen, schwachen, ab-
Hegi, Flora, Bd. IV. 105