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den grundständigen gleichgestaltet, die obersten sitzend, einfacher, mit linealen Zipfeln,sämtlich + rauhhaarig. Blütenstiele gefurcht (Fig. 692 i), behaart (Haare einzellig). Perianth-blätter anliegend. Honigblätter goldgelb. Früchte rundlich, seitlich flachgedrückt, mitdeutlichem Rand, glatt, 3,5 bis 5 mm lang, mit 1,5 mm langem, gekrümmtem, an derSpitze eingerolltem Schnabel (Taf. 119, Fig. 6b). — V bis VII.
Ziemlich verbreitet in schattigen Wäldern, auf Waldwiesen, Sumpfwiesen, Mooren,im Knieholz; besonders in der Bergregion, im Flachlande seltener. In den Alpen vereinzeltbis 2500 m (Tirol: Padasterberg bei Trins).
Aendert ab: var. aureus Schleich. Pflanze niedrig, nur 8 bis 12 cm hoch. Stengel steif aufrecht,stark behaart. Blüten wenig zahlreich (1 bis 4), dunkel goldgelb (Höhere Gebirge, Alpen). — var. radi-cescens Jord. Stengel niederliegend, an den Knoten wurzelnd. Blattabschnitte sich + deckend (Nicht selten).— var. angus tisectus Gremli. Blattabschnitte schmal, + lineal. Laubblätter oft geneckt, mit eiförmig-rautenförmigen Abschnitten (Verbreitete Waldform). — var. polyanthemoi'des Boreau. Pflanze stattlich(bis 130 cm hoch). Stengel aufrecht, zuweilen nur im obern Teil verästelt, vielblütig. Haare 4- abstehend, kurz.Laubblätter dichthaarig. Grundblätter im Umriss fünfeckig, fast 3-schnittig. Abschnitte ausgebreitet, einge-schnitten-gezähnt, der mittlere Zipfel sehr verlängert, schmal keilförmig-dreiteilig. Perianthblätter sehr starkborstig behaart (Hie und da). Diese Form, welche gewissermassen den Uebergang zu R. polyanthemus darstellt,ist mit jener Art früher mehrfach verwechselt worden.
Die meisten Autoren fassen in neuerer Zeit die Unterart Breyninus nicht mehr als eigene Art auf,da alle Merkmale (Blattgestalt, Behaarung des Stengels, Einrollung des Fruchtschnabels), welche die Unterartvon R. polyanthemus unterscheiden sollen, sehr wenig konstant sind. An demselben Exemplar können einzelneTeilfrüchtchen einen eingerollten, andere einen kurzhakigen Schnabel aufweisen. Im blühenden Zustande ist esfast ausgeschlossen, die beiden Formen auseinander zu halten.
R. polyanthemus ist eine mehr östliche Art und bewohnt in der Hauptsache das Tiefland, währendR. Breyninus einen montanen und subalpinen Typus darstellt. Alpine Formen können leicht mit Formen des R. mon-tanus verwechselt werden.
Von dem ähnlichen R. lanuginosus unterscheidet sich die Unterart Breyninus durch'die allgemeinetwas schwächere Behaarung, die tiefer eingeschnittenen Laubblätter, die gefurchten Blüten- bezw. Frucht-stiele, die anliegenden Perianthblätter und den borstigen Blütenboden. Die Art (speziell die Unterart Breyninus)wird sehr oft mit halb- oder ganz gefüllten Blüten angetroffen; diese kommen durch Petalisation der Perianth-blätter, durch Vermehrung der Petala und Umbildung der Stamina in Petala zustande. In schattigen Berg-wäldern erscheint R. Breyninus oft in Gesellschaft von Actaea spicata (pag. 477), Cardamine silvatica, ViolaRiviniana, Impatiens Noli tangere, Sanicula Europaea, Potentilla Tormentilla, Chaerophyllum hirsutum, Astrantiamaior, Lunaria rediviva etc.
1125. Ranunculus lanuginÖSUS L. Wolliger Hahnenfuss. Fig. 692c bis h.
Ausdauernd, (20) 30 bis 70 (100) cm hoch. Wurzelstock kurz, abgebissen, reichlichfaserig. Stengel aufrecht, meist reich verzweigt, unten hohl, stielrund, vielblütig, abstehendgelbzottig behaart. Grundständige Laubblätter gestielt (Stiele lang zottig-behaart), 5-spaltig(der mittlere Lappen am tiefsten eingeschnitten), mit breit-eiförmigen, unregelmässig gelapptenund gesägten Zipfeln, dicht abstehend weichhaarig. Stengelblätter den grundständigengleichgestaltet, die mittleren bereits einfacher, kürzer gestielt, die oberen sitzend, 3-teiligmit lanzettlichen Abschnitten. Blüten 2,5 bis 4 cm im Durchmesser, an nicht gerieften,runden, behaarten Blütenstielen. Perianthblätter eiförmig, abstehend, zottig behaart, kürzerals die eiförmigen, 8 bis 15 mm langen, dunkel orangegelben und glänzenden Honigblätter.Honigtasche beschuppt. Früchte auf kahlem, kugeligem Blütenboden, 4 bis 6 mm lang,eiförmig-rundlich, seitlich stark zusammengedrückt, mit undeutlich abgesetztem Rand unddreieckigem, kurzem, stark hakig gekrümmtem, zuletzt an der Spitze eingerolltem Schnabel,kahl (Fig. 692 d). — V bis VII.
Verbreitet auf humusreichem Boden in feuchten, schattigen Tälern und Schluchten,in Bergwäldern, Bruchwäldern, Gebüschen, an Bächen, in der Nähe von Quellen, auf Holz-schlägen, in Obstgärten, um Ställe; von der Ebene (im nordwestlichen Deutschland zerstreut)