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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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Tafel 115.

Erklärung der Figuren.

Fig. 1. Anemone alpina subsp. eu-alpina (pag. 531).

Blüte und Frucht. 1 a. Reife Teilfrucht. Ib. Blütenboden. 1 c. Keimpflanze. 2. Anemone alpina subsp. sulfurea (pag. 532).

Habitus. 2a. Keimpflanze.

3. Anemone vernalis (pag. 530). Habitus.,, 3 a. Staubblatt.

Fig. 3 b. Behaarte Hochblätter.

,, 3 c. Teilfrucht.

4. Anemone narässiflora (pag. 527). Habitus.

4a. Blütenhüllblatt.

4 b. Staubblatt.

4c. Fruchtstand.

4d. Junge Frucht.

,, 4e. Reife Frucht.

,, 4f, g. Längs-und Querschnitt durch die Frucht.

5. Anemone montana (pag.537) Habitus.

florescenz und die kahlen Fruchtknoten verschieden. var. glabriflörum DC. (= A. ClusiänumWahr., = A. rectum Bernh., = A. Thelyphonum Rchb. pro parte). Stengel schlank, ca. 1 m hoch, mit ver-längerten, dünnen, mehr aufrechten Aesten. Helm schmal, an der Spitze kurz gerundet, nicht aufgeblasen,oft kahl (Selten im Mittelgebirge).

subsp. Thaliänum (Wallr.) Gäyer. (= A. Thelyphonum Rchb. pro parte). Stengel niedrig, schwach.Grundblätter 1 bis 2, im Umriss rundlich mit einander aufliegenden Abschnitten. Stengelblätter 1 bis 2, dasobere vielmals kleiner. Traube einfach, sehr locker und wenigblütig; manchmal ein schwacher aufstrebenderSeitenast vorhanden. Stengel und Blütenstiele locker abstehend oder f. Lagöctonum (Rchb.) Gäyer imoberen Teile kraus anliegend behaart. Helm krausflaumig. Fruchknoten kahl. Früchte 8 bis 10 mm lang,etwas aufgeblasen. Im Mittelgebirge, sonst nur in Niederösterreich (am Albl) beobachtet.

subsp. paucifldrum (Host) Gäyer (= A. parvifölium Host). Habitus wie beim Typus. Stengelund Blütenstiele ganz kahl. Laubblätter nur am Rande mit kurzen Haaren besetzt. Niederösterreich(Pottenstein, Anninger), Krain (Laibacher Gegend); ausserhalb des Gebietes in Bosnien.

subsp. puberulum (Ser.) Gäyer. Habitus ebenso. Oberer Teil des Stengels, der Traubenspindelund der Blütenstiele abstehend zottig. Blütenhülle reichlich langhaarig, in der Jugend zottig. Fruchtknotenkahl. Im Südosten des Gebietes (S. O. Steiermark, Krain) verbreitet, sonst zerstreut in Mähren, Nieder-österreich, Tirol, in der Schweiz und in Bayern.

subsp. Penni'num (Ser.) Gäyer. Habitus ebenso. Blütenstandsachsen dicht abstehend kurzhaarig.Helm und Fruchtknoten mit teils einfachen, teils drüsentragenden Haaren besetzt. Blattabschnitte breit, wenigeingeschnitten (f. praecox [A. Kerner] Gäyer) oder tief eingeschnitten mit verlängerten, zugespitzten Zipfeln(f. Beckiänum Gäyer). Zerstreut in den Alpen von Oesterreich und der Schweiz; oft zusammenmit dem Typus.

subsp. platanif öliu m Degen et Gäyer. Pflanze hochwüchsig. Blütenstand wie beim Typus.Blätter sehr gross, im Umrisse breit nierenförmig. Abschnitt tief langkeilig verschmälert, tief eingeschnittenmit verlängerten, schmalen, lang zugespitzten, spreizenden Zipfeln. Helm über dem Grunde stark gebuchtet. Südtirol (Latemar, Kerschbaumer Alpe). Diese Unterart bildet den Uebergang zur folgenden Art (nr. 1086).

Bei dieser Art, welche ihre Hauptverbreituug in der montanen und subalpinen Region besitzt, dochvereinzelt auch im Tieflande vorkommt, ist der Nektar so tief geborgen, dass er nur sehr langrüsseligenHummeln zugänglich ist. Tatsächlich wird die Pflanze im Tiefland ausschliesslich von Bdmbus hortörum L.,in den Alpen fast ausschliesslich von B. opulentus Gerstäcker besucht, bei denen der Rüssel eine Länge von21 bezw. 22 mm erreicht. A. Vulparia wurde früher einmal in Ostpreussen auf dem Berge Tirklo beiEkersberg im Kreis Johannisburg (wohl Gartenflüchtling!) beobachtet.

1086. Aconitum ranunculifölium Rchb. Hahnenfussblätteriger Eisenhut.

Fig. 658 a bis c.Ausdauernd, bis 60 cm hoch (selten noch höher). Wurzel wie bei voriger Art. Stengelsteif, wie die Traubenspindel und die Blütenstiele kurz anliegend dicht behaart. Laub-blätter fast bis zum Grunde geteilt (Fig. 658b), im Umrisse rundlich, die Abschnitte ausschmalteiligem Grunde verbreitert, einander aufliegend, tief eingeschnitten, mit verlängerten,schmalen, oft linealen Zipfeln, meist beiderseits kurz behaart. Traube dicht, einfach,seltener mit aufrechten Aesten. Tragblätter lineal, die unteren oft reichlich gespalten undgezähnt. Blütenstieie bedeutend kürzer als die Blüten, letztere hellgelb, krausbehaart. Helm

Heji, Flora. Bd. III. 86