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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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Tafel 114.

Erklärung der Figuren.

Fig. 1. Delphinium Consolida (pag. 487). Habitus. la. Fruchtknoten und Staubblätter. Ib. Balgfrucht. 1 c. Samen. Id. Honigblatt. 2. Delphinium elatum subsp. eu-elatum (pag. 490)

Habitus. 2a. Fruchtknoten und Staubblätter. 2b. Oberes Honigblatt. 2c. Unteres Honigblatt. 2d. Staubblatt.

Fig. 2e. Balgfrüchte.

2f, g. Samen von der Seite und von vorne.

3. Aconitum Napellus (pag. 495). Habitus.

3 a. Fruchtknoten, Staubblätter und Honigblätter.

3 b. Staubblatt.

3d. Balgfrüchte. 3e. Samen.

4. Clemaüs alpina (nr. 1086). Habitus.

4a. b, c. Honigblatt, Staubblatt.

3c Früchtchen von Clematis alpina.

Sehr selten an feuchten Stellen, unter überhängenden, tropfenden Felsen dersüdlichen Kalkalpen, von ca. 500 bis 1600 m. Einzig in Südtirol im ValVestino, bei Storo,Val d'Ampola, am Monte Tombea sowie im Ledrotal und Corno die Pieve.

Allgemeine Verbreitung: Südliche Kalkalpen (Südtirol, Lombardei und Venezien).

Auch diese Art ändert etwas ab. Hieher: f. genuin a Pampanini. Stengel und Blattstiele verlängert.Blattabschnitte verlängert (bis 15 mm lang), gestielt, die der unteren Blätter stumpf, länglich eiförmig, beider-seits grün. f. Cimarölli Pampanini (= A. Einseieana F. W. Schultz var. pseudothalictrifölia Pamp.).Stengel kräftig. Blattstiele kurz. Blätter unterseits bläulichgrün, die unteren mit eiförmig-stumpfen Abschnitten.Eine Zwischenform wird als f. intercedens Pampanini bezeichnet.

CCXCVI. Delphinium x ) L. Rittersporn. Franz.: Dauphinelle, pied d'alouette,e'peron de Chevalier; engl.: Larkspur; ital.: Cappuccio.Einjährige und ausdauernde Kräuter und Stauden von ansehnlicher Grösse. Laub-blätter finger- bis handförmig zerschlitzt. Blüten zwitterig, zygomorph, zu lockeren oder± dichten, end- oder seitenständigen Trauben oder Rispen vereinigt. Perianth blumenkron-artig ausgebildet, hinfällig, blau, gelb, rot oder weiss, 5-blätterig; die 4 unteren eiförmig,das obere (hintere) in einen langen, abstehenden hohlen Sporn verlängert. Kronblätter zuHonigblättern umgewandelt, kleiner als die Perianthblätter, entweder zu 1 verwachsen undgespornt oder 4 getrennt und nur die beiden oberen gespornt, der Sporn von dem hohlenBlütenhüllblattsporn umschlossen, gleichfarbig oder anders gefärbt als das Perianth. Staub-blätter zahlreich, nach aufwärtsgebogen, mit den breiten Filamenten (Taf. 114, Fig. 2d)den Fruchtknoten einhüllend. Letzterer entweder 1 (Fig. 649 c) oder 3 bis 9 (Fig. 650b, d),vielsamig, getrennt. Früchte mehrsamige Balgkapseln. Samen in 2 Reihen angeordnet, meistdreieckig, schwarz, mit kreisförmigen Schuppen besetzt (Taf. 114, Fig. 2f und Fig. 649d, g).

1. Fruchtknoten 1 (Fig. 649c). Honigblätter zu 1 verwachsen, gespornt. Einjährige Arten. . 2.1*. Fruchtknoten 3 (selten bis 9). Honigblätter 4, davon 2 a gespornt. Ausdauernde Stauden . 3.

2. Fruchtknoten kahl. Blütenstände locker, armblütig.......D. Consolida nr. 1076.

2*. Fruchtknoten behaart. Blütenstände dichter, vielblütig. Aus Gärten verwildert. D. Ajacis nr. 1077.

3. Laubblätter finger- bis handförmig gespalten mit ± breiten, gesägt-gezähnten oder gelappten Ab-schnitten. Honigblätter schwarzbraun. Alpen, Sudeten........... D. elatum nr. 1079.

3*. Laubblätter handförmig gespalten mit zahlreichen sehr schmallinealen, oft säbelförmig gebogenenZipfeln und sehr langem, am Grunde scheidigem Stiel. Karstgebiet........D. fissum nr. 1078.

Die Gattung umfasst über 200 unter sich allerdings z. T. sehr nahe verwandte Arten (vgl. Huth,Monographie der Gattung Delphinium. Engler's Botan. Jahrbücher, Bd. XX. 1895), welche über die nördlichegemässigte Zone sehr ungleich verteilt sind. Einzig in Afrika gibt es ganz wenige, von allen andern Artenabweichende Spezies, deren Verbreitungsareal den Aequator um einige Grade überschreitet. Nach Norden hin

') Der Name bslyiviov (delphinion) erscheint bereits bei Dioskorides (III, 77) für unsere Gattung undist wohl durch die Aehnlichkeit der gespornten Blüte mit der Gestalt eines Delphins (gr. deXqiig, Genitivöe?^<pivog [delpfus, delphfnos]) zu erklären.