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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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Aendert wenig ab (vgl. Pampanini, R. Nuovo Giornale Botanico Italiano Vol. XVI. 109):

f. Reichenbächii Pampanini (= A.viscösa Rchb.). Ganze Pflanze + be-haart. Stengel oberwärts etwasklebrig (Lombardei, Venetien).f. intercedens Pampanini. Blatt-spreite kahl oder seltener unterseitsbehaart, jedoch nicht klebrig. Blatt-stiele flaumig. Stengel unterwärtsbehaart, oberwärts dicht drüsig-be-baart (Südtirol: Val di Non, ValVestino, Monte Tombea). A. Port aeHuter ist die sehr kräf tigeForm felsigerStandorte. A. Einseieana ist beson-ders in den südlichen Kalkalpen zuHause und gehört daselbst wie Sesleriaovata, Dianthus Sternbergii, Saxi-fraga incrustata und sedoides, Laser-pitium peucedanoides, Soldanella mi-nima, Veronica lutea und Bonarota,Valeriana elongata,PhyteumaSieberi,Crepis incarnata etc. zu den Bestand-teilen der Karnischen Gruppe. Inden nördlichen Kalkalpen erscheintsie nur an wenigen Stellen in denSalzburger- und Berchtesgadener-Alpen. Vereinzelt steigt die Pflanzeauf Schuttkegeln tief herab, in Kärntenam Fusse des Hochstadl gegenüberNikolsdorf bis 640 m (Keller), in FriaulFig. 646. a Aquilegia Einseieana F.W. Schulz. Habitus (i/3 natürl. Grösse). zwischen Gemona und Venzone 250i Aquilegia thalictrifolia Schott et Kotschy. Habitus (.,3 natürl. Grösse). Ms 35Q zwische n Amara und Toi-

c Junges Pflanzchen von A. vulgär is L. d Same, e rveimptianzen von Act aea

spicata L. mezzo 300 bis 450 m.

1075. Aquilegia thalictrifolia 1 ) Schott et Kotschy (= A. Bauhini Schott var. thalictri-folia Ces.). Wiesenrautenblättriger Akelei. Fig. 646b.

Ausdauernd, 30 bis 60 cm hoch, 1- bis mehrstengelig, ganze Pflanze + klebrig. Stengelaufrecht, meist zart, klebrig-drüsig bewimpert, meist verzweigt, entfernt beblättert. Grund-ständige Laubblätter langgestielt, ausgesprochen doppelt 3-teilig, mit + langgestielten Ab-schnitten. Blättchen breit-eiförmig, manchmal breiter als hoch, mit rasch verschmälertemGrund, tief (ungefähr bis zur Mitte) 3-spaltig mit nach oben verbreiterten, abgerundeten,1 bis 3 mal stumpfgelappten Zipfeln. Unterste Stengelblätter den Grundblättern ähnlich.Blättchen jedoch allmählich schmäler mit spitzeren Zipfeln. Obere Stengelblätter viel ein-facher gestaltet; Blättchen länglich-lanzettlich, ungeteilt oder unregelmässig gelappt; dieobersten einfach, sitzend, länglich-lanzettlich, meist ganzrandig, alle beiderseits wie dieStiele dicht klebrig behaart. Blüten klein, blauviolett. Blütenhüllblätter lanzettlich, zugespitzt,gefranst, aussen behaart, innen kahl. Platte der Honigblätter länglich-eiförmig, etwaskürzer als die Kronblätter, vorn abgerundet-stumpf, [beidseitig kahl. Sporn gerade oderschwach gekrümmt, nicht hakenförmig eingebogen, allmählich verschmälert, kahl, ungefährso lang als die Platte. Staubblätter kaum länger als die Krone. Balgfrüchte spreizend,klebrig behaart, mit ebensolangem Schnabel. VI.

') Lat. thalictrum Wiesenraute (vgl. dies!) und fölium = Blatt; wegen der Aehnlichkeit der Grund-blätter mit denen von Thalictrum aquilegifolium.