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lang, meist kürzer als ihr gekrümmter Schnabel. Samen mit deutlicher Bauchnaht (Fig. 643e).— II, III.
Sehr selten in Hecken, an AValdrändern, auf Wiesen, unter Gebüsch, in Grasgärtender Berg- und Hügelregion, seltener in der Ebene.
Fehlt in Deutschland und in der Schweiz (nicht bei Sargans und Mels) gänzlich. In Oester-reich zerstreut in Steiermark, Kram und Küstenland. Ausserdem gelegentlich in Obst- und Bauerngärten ver=wildert, so mehrfach in Steiermark (am Josefsberge bei Mariazell, zwischen Piber und Köflach) und inNiederösterreich (in der Hinterbrühl, bei Fürth, Muthmannsdorf, in der Prein).
Allgemeine Verbreitung: Mittleres und südliches Ungarn, Kroatien, Slavonien,östlich bis Siebenbürgen, westlich bis Steiermark und Krain.
1066. Helleborus atrörubens Waldst. et Kit. (= H. atropurpüreus Schultes, = H.
cüpreus Host, = H. odorus Waldst. et Kit. ß atrörubens Koch, = H. dumetorum Waldst.et Kit. y maior atrörubens Krasan). Purpurne Nieswurz.
Ausdauernd, bis 50 cm hoch, mit kräftigem, fast schwarzem Wurzelstock. Stengelaufrecht, vom Grunde mit schuppenförmigen Niederblättern umgeben, kahl, bis zurbeginnenden Gabelung unbeblättert, mehrblütig. Laubblätter oft überwinternd, die grund-ständigen langgestielt, fussförmig, 7- bis 11 -teilig mit ungeteilten breit-linealen, sehr feineinfach- bis doppeltgesägten Abschnitten und nur schwach hervortretendem Adernetz, kahl,selten bleibend schwach behaart. Stengelständige Laubblätter den grundständigen ähnlich,ungestielt, kleiner, oft rötlich überlaufen. Blüte + 5 cm im Durchmesser. Blütenhüllblätter5, schmal, spitz und sich deshalb nur am Grunde deckend, aussen dunkel- bis schwarz-violett, innen hellviolett. Honigblätter ± 10. Staubblätter zahlreich, gelb. Fruchtknoten 4bis 6, grün, am Grunde purpurn, Griffel etwas nach auswärts gebogen. Balgfrüchte mitlangem, geradem Griffelrest. Samen mit deutlicher Bauchnaht. — III bis V.
Sehr selten in Bergwäldern, unter Gebüsch, an Waldrändern, an trockenen Hügelnund Abhängen. Nur in O est erreich.
Fehlt in Deutschland und in der Schweiz gänzlich. In Oesterreich in Untersteiermark (ander kroatischen Grenze bei Sauritsch, Lovretschau, bei Windisch-Landsberg, Lichtenwahr, Wisell, Rann, Videm,Reichenburg) und in Krain.
Allgemeine Verbreitung: Ungarn, Kroatien, Slavonien, Siebenbürgen, Bosnien,Serbien.
H. dumetorum und atrörubens zeigen zu H. viridis sehr nahe Beziehungen, so dass sie vielfach nurals Formen dieser Art angesehen werden. Adam o vi c betrachtet H. atrörubens als einen pannonischenEndemismus aus dem älteren Diluvium ähnlich wie Asperula capitata Kit., Crocus Banaticus Heuff., Pul-monaria rubra Schott, Polycnemum Heuffelii Lang, Ferula Heuffelii Grisebach, Thymus Jankae C'elak. etc.
CCXC. Eränthis 1 ) Salisb. Winterling.
Die Gattung umfasst 8 Arten, die in Südeuropa, Ost- und Zentralasien (bis Japan) beheimatet sind.In Südeuropa einzig nur 1067; in Kleinasien, Syrien, Euboea das nahe stehende E. Cilicica Schott et Kotschy.
1067. E. hiemälis (L.) Salisb. (= Helleborus hiemalis L., = IL monanthos Moench,.= H. involucratus Stokes, = Robertia hiemalis Merat, = Kcellea hiemalis Biria). Winter-ling. Franz.: Hellebore d'hiver; engl.: Winter Aconit; ital.: Pie di gallo. Taf, 111, Fig. 4..
Ausdauernd, 5 bis 15 cm hoch, 1-stengelig. Wurzelstock knollig verdickt, ver-dickte Ausläufer bildend. Stengel aufrecht, kahl, am Grunde von Niederblättern umgeben,grün bis rotbraun, am oberen Ende mit 3 in einer sternförmigen Rosette angeordneten,.
') Gr. i)g (er) = Frühling und ilvOo; (anthos) = Blüte; nach der frühen Blütezeit.