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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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Tafel 111.

Erklärung der Figuren.

Fig. 1. Helleborus foetidus (pag. 464). Habitus.,, 1 a. Honigblatt.,, 1 b. Samen.

2. Helleborus viridis (pag. 470). Habitus. 2 a. Honigblatt. 2 b. Fruchtknoten mit 2 Staubbättern.

Fig. 3. Helleborus niger (pag. 466). Habitus derblühenden und fruchtenden Pflanze. 3 a. Honigblatt.

4. Eranthis hiemalis (pag. 472). Habitus. 4 a. Fruchtstand. 4b. Honigblatt.

Jurrekraut [Judenkraut] (Nahegebiet). Die zu Pulver zerriebene Wurzel wird zum Vertreiben von Läusengebraucht: Lauskraut (Schwab. Alb.), Luskrut (Elsass).

Ausdauernd, halbstrauchig, bis 50 cm hoch, aufrecht, kahl, oberwärts drüsig.Wurzelstock kräftig, schwarzbraun, 1 bis mehrere Stengel treibend. Stengel + reich ver-zweigt, von unten an beblättert, vielblütig, unterwärts verholzend. Grundständige Laub-blätter dunkelgrün, überwinternd, + lang gestielt, mit sehr breiter, hellgrüner Scheide,3- bis 9-fach fussförmig geteilt. Blattabschnitte schmal-lanzettlich, besonders oben stark ent-fernt gesägt. Stengelständige Laubblätter durch Reduktion der Spreite allmählich in breit-eiförmige, ganzrandige, hellgrüne Hochblätter übergehend, die oft noch kurze, spitze Spreiten-reste tragen. Blüten grün, 1 bis 3 cm im Durchmesser, + hängend. Blütenhüllblätter 5,grün, mit rotbraunem Rand, breit-eiförmig, glockenförmig-zusammenneigend. Honigblätterkurz, dütenförmig (Taf. 111, Fig. la). Staubblätter gelb, zahlreich. Balgfrüchte + 3,länglich, aufgeblasen, braun, vielsamig, mit gebogenem Schnabel und mit Querstreifen. Samenschwärzlich, eiförmig, matt, mit schmalem Längswulst (Taf. 111, Fig. 1 b). (I) III bis V.

Auf trockenen, steini-gen Abhängen, Felsen, in lichtenBergwäldern, Gebüschen, anWaldrändern, Wegrändern, aufRutschhalden, an Zäunen, anunkultivierten Orten, vereinzeltbis 1800 m (Taney im Wallis);fast nur auf Kalk. Hie und daauch verwildert.

In Deutschland wild nurim südwestlichen und mittleren Teil,besonders im Rheingebiet (von Baselabwärts bis Rheinhessen) und dessenNebentälern (besonders im Neckar-,Main-, Saar- und Moseltal), auf denLothringer Kalkhügeln, verbreitet aufder Alb, vereinzelt in Oberschwaben(Schweinhausen, auf Nagelfluh), zer-streut bis Thüringen (Kielforst beiEisenach, Behlrieth, Ritschenhausen,Neubrunn, Henneberg), bis zur Vorder-rhön (Ostheim) und bis zum Solling(Dassel) und Regierungsbezirk Hildes-heim in Hannover. Ausserdem hie undda verwildert und eingebürgert, somehrfach in Thüringen (am Landgrafen-stein bei Jena, am Schlossberg bei

Wernigerode, Kirchhof Beesenlaub- _. , ., . ... T ....,.

Fig. 639. Helleborus foetidus L. Habitus-Bild.

lingen, Schlossgarten Biendorf), bei Phot. Forstassessor O. Feucht, Stuttgart.