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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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daselbst neben Helleborus multifidus (pag. 469), Genista sericea, Cytisus argenteus, Euphorbia fragifera ;Gentiana Tergestina, Ruta divaricata, Helichrysum Italicum, Teucrium montanum, Ferula galbanifera, Campa-nula pyramidalis, Aristolochia pallida (pag. 164) etc. In Krain macht P. foemina wie so zahlreiche pontisch-illyrische Gewächse nach Norden bei Adelsberg Halt. Am Monte Generoso (Tessin) tritt diese interessante Art mitverschiedenen kalkliebenden alpinen, sowie mit mediterranen Vertretern auf, so mit Achillea Clavennae, Saussureadiscolor, Valeriana saxatilis. Saxifraga mutata ; Potentilla caulescens und micrantha, Silene saxifraga (pag. 284),Heliosperma quadrifida (pag. 305), Carex mucronata, Asphodelus albus (Bd. II, pag. 199), Festuca spadicea(Bd. I, pag. 346), Pedicularis gyroflexa, Veratrum nigrum (Bd. II, pag. 192), Galium aristatum und purpureum,Cirsium Erisithales, Anthemis Triumfetti, Quercus Cerris (pag. 114) etc. In Südtirol (Ledrotal) wurdenKxemplare mit weissen Blüten und mit lanzettlichen Blattabschnitten (var. alba Porta) beobachtet.

CCLXXXVI. Cältha 1 ) L. Dotterblume.

Die Gattung mit gegen 20 Arten zerfällt in die beiden geographisch getrennten Untergattungen:l.Eucältha. Laubblätter flach, Blüten rasch abfallend. Nördlich-extratropisches Florenreich und 2. Psy chrö-phila. Eaubblätter mit aufwärts geschlagenen, basalen Lappen, Blüten länger bleibend. Südlich extratropischesFlorenreich.

1055. Caltha palustris L. Sumpf-Dotterblume. Franz.: Pacoteure, populage,souci d'eau, souci des marais; engl.: Marsh Marigold; ital.: Farferugine, farferugioJ

Tat. 110, Fig. 2 und Fig. 536.

Die zahlreichen Volksnamen dieser auffallenden und weit verbreiteten Frühlingspflanze weisen zumgrossen Teile auf die glänzende, gelbe Blütenfarbe (und auf die glänzenden wie mit Fett [Schmeer] bestrichenenBlätter) hin: Schmalzblume (Eifel, bayerisch-österreichisch, Schweiz), S chmal zpf ann'l, Schmalz-!kn ollen (Tirol), Schmauzro as hen [Schmalzrosen] (Krain: Gottschee), Schmalzkachla (SchwäbischeAlb); Bodderblom etc. (plattdeutsch), B otterblu m pot seh (Nahegebiet), Butterblume (bayerischeösterreichisch), Butterrosen (Kärnten); Anke(n)-b luem, -blättel, -maie(n) (Elsass), Ankeblüemli,Ankeballe(n) (Schweiz); Dotterblume (z.B. Posen, Thüringen, Siebenbürgen,Schwaben, Schweiz); Aisdoder[Eidotter] (Thüringen), Eierbluma (St. Gallen); Goldblüemli (Schweiz); Moschtbluema (Zürich);Schmärblume (Gotha), Schmirl, S c hm erehl (Riesengebirge), Schmirker, S chmirkl (Böhmerwald).Schmurken (Egerland), Butters chmirgl (Nordböhmen), Schmirmle (bayer. Schwaben), Schmirbla,Schmurbla (Schweiz). Eine zweite Gruppe von Namen bezieht sich auf den Standort der Pflanze an feuchten,nassen Stellen: Bachbungele, Bachbumbele [vgl. Veronica Beccabunga] (Schweiz), Bachblume (Steier-mark, Schwaben, Schweiz), Bachrosen (Niederösterreich), Bachkäthra (Schwab. Alb), Wasserblume(Gotha, Schweiz), Moosbleaml (Niederösterreich), Moosbüschel (Steiermark), Mos ch ar o ashen (Krain:Gottschee), Moosbluem, -butte(n) (Schweiz), Grabeblueme (Schweiz: Thurgau); Frescheblume(Luxemburg), Froschblume (Niederösterreich), Frös ch eb lüem li (Schweiz), Ch rotte(n)-B lueme ,-Chrut, -Bösche(n) (Schweiz), Protzenblümchen [Protz" = Kröte] (Altbayern). Der besonders imnördlichen Deutschland weit verbreitete Name Kuhblume geht wohl auf das häufige gemeine Vorkommenunserer Pflanze. Auch der Umstand, dass sie von Kühen gefressen wird, mag bei dieser Benennung mitgewirkthaben. Schliesslich weisen noch einige Namen auf die frühe Blütezeit hin (Kuckuck und Hase als Tiere desFrühlings): Osterb lume (Böhmerwald, Schweiz), Kuckucksblume (Anhalt), Gster-, Has e(n)mai e (n)(Elsass), Guggerb lu em , - mai e(n), - s ch m irb a (Schweiz), Georgirosen [Georg am 24. April] (Kärnten).Zu Rolla (Schwab. Alb), Ro 11 e(n)-B luem (Schweiz), Glozblumme (Thüringen) vgl. Trollius Europaeus(pag. 459). Käppela, Bachkappein (Württemberg) bezieht sich wohl auf die Form der Früchte. Woherkommen Polsterkraut,-blume,Polterblume,Polpes (Eifel), Wib elewick,Weibelewip,Weibele (n)-krut [anscheinend aus der Kindersprache!] (Elsass)r Im romanischen Graubünden heisst die Pflanze flurd'painch (Oberengadin) und Chöds d'ova (Bergün).

Ausdauernde Sumpfpflanze mit kräftigem, vielköpfigem Wurzelstock. Stengelliegend oder aufsteigend, seltener aufrecht, 15 bis 30 (60) cm lang, grün, am Grunde meistrot überlaufen, hohl, kahl, oberwärts + reichlich verzweigt, mehrblütig. Grundständige Laub-blätter lang gestielt, rundlich-herzförmig bis nierenförmig, gekerbt bis gezähnt, dunkelgrün,fettigglänzend; stengelständige gestielt, die oberen allmählich sitzend, den grundständigenähnlich, nur meist kleiner. Blütenhüllblätter 5 (oder mehr), innen dottergelb, glänzend,

') Name einer gelben Blume (vielleicht Calendula offlcinalis?) bei den Römern.Hcgi, Flora. Bd. III.