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Fig. 607. Holosteum umbellatum L.und Rückseite. — Moenchia erecta Fl.
kahlen, beim Blühen aufrechten, nach dem Verblühen hakenförmig zurückgekrümmnten,zuletzt wieder aufrechten Blütenstielen, die einzeln aus den Blattachseln entspringen. Kelch-blätter 4, ausgebreitet, 2 mmlang, breit-eiförmig, stumpf,ohne Stachelspitze, beider-seits grün mit sehr schmalemHautrand, ohne deutlicheNerven, bleibend. Kron-blätter 4 (oder 0), weiss, ei-rund, bis höchstens halbsolang als die Kelchblätter,mit denselben abwechselnd,kurzlebig. Staubfäden 4,kürzer als die Kelchblätterund vor denselben stehend.Griffel 4, kürzer als derFruchtknoten, zur Blütezeitzurückgekrümmt. Kapselbis fast doppelt so lang alsder zuerst anliegende, späterausgebreitete Kelch, ei-förmig, sich mit 4 stumpfenZähnen öffnend (Fig. 607,nr. 12, 13). Samen braun,0,3 bis 0,5 mm lang, vonregelmässig angeordneten,ringsum gezähnten Papillen rauh, am Rücken mit einer Rinne. — V bis IX.
Gemein auf feuchten Aeckern, Getreidefeldern, an Wegrändern, Mauern, Gräben,Teichrändern, Sandplätzen, ausgetrockneten Pfützen, nackten Moorflächen, an feuchtenSandsteinmauern und Felsen, am Meeresstrand, auf feinem Kalkgeröll, zwischen Pflaster-steinen, ohne Unterschied des Substrats (auch auf salzhaltigem Boden); von der Ebene bisin die alpine Region (Rofen in Tirol, 2600 m).
Allgemeine Verbreitung: Europa (nördlich bis Island und Lappland), Asien, Nord-amerika (bis Grönland); ausserdem verschleppt in Chile, Bolivien, Kolumbien, Australien.
Diese Art ist im Habitus etc. ziemlich veränderlich: var. typica Beck (= var. glaberrima Neilr.,= Sagina bryoi'des var. glabrescens Rchb.). Normalform mit kahlen Blättern. — var. bryoi'des (Fröl.)Hausm. (= Sagina bryoides Fröl., = S. procumbens ß ciliäta Neilr., = var. cilioläta Schur). Moosblümchen.Dem Typus sehr ähnlich, jedoch zierlicher und kleiner, oft mit nur 1 Stengelglied (Form auf faulendem Holze),aufsteigend. Laubblätter etwas breiter und kürzer, borstig-stachelspitzig, zum Teil am Rande gewimpert bisgezähnelt. Besonders in den Alpen, doch auch in den Sudeten, bei Zürich, in Ost- und Westpreussen. —var. spindsa Gibson (= var. crassifölia Nolte). Laubblätter dicklich, starr, stechend, gewimpert (Selten amMeeresstrande und bei Salinen). — f. corolläta Pape. Kronblätter fast so lang oder länger als der Kelch(Selten). — f. intermixta Beck (= var. pentamera Neumann). Auf der gleichen Pflanze kommen 5-zähligeund 4-zählige Blüten vor. — var. tenuifölia (Fenzl). Stengel schlaff, liegend, in den Blattwinkeln grosseBüschel von langen Blättern. Selten (Oberösterreich) in Moor- und in nassen Sandgräben. — f. pendulaHausskn. Stengel meist einfach, oft über 20 cm lang, schlaff vom Felsen herabhängend. Laubblätter äusserstschmal und verlängert. Internodien auffallend lang (Thüringen). Weitere Formen finden sich am Meeresstrande.Von Norderney wird von Andree eine Form (f. com pacta) mit sehr verkürztem Stengel, deren Blüten sichkaum über das moosartige, dichte Polster (die Form erinnert an Leucobryum glaucum) erheben, beschrieben.Sie findet sich innerhalb der schmalen Fugen der vielbegangenen Wege.
1. Reife Fruchtkapsel. 2,3. Samen von Vorder-Wett. 4. Fruchtknoten mit Griffeln. 5. ReifeFruchtkapsel mit Kelch. 6, 7. Samen von vorne und vom Rücken. — MoenchiaMan ti ca Barth 8. Fruchtknoten mit Griffeln. 9. Reife Fruchtkapsel mit Kelch. 10. Kelch-blatt. — Sagina procumbens L. 11. Laubblattpaar. 12, 13. Reife Fruchtkapsel mitKelch in 2 Stadien. — Sagina mar iti m a Don. 14, Laubblattpaar. 15,16. Fruchtkapselmit und ohne Kelch. — Sagina apetalaL. 17. Laubblattpaar. 18. Laubblatt mit Stachel-spitze. 19. Kelchblatt. 20,21 Fruchtkapsel mit Kelch. 22. Staubblatt. — S agina eil iataFries. 23. Fruchtkapsel mit Kelch. 24. Blütenlängsschnitt. — Sagina Linnaei Presl. '25. Fruchtkapsel. 26. Laubblatt. 27. Samen. — S agin a subu 1 ata Pres], 28. Laubblatt-paar. 29. Fruchtkapsel mit Kelch. — Sagina nodosa Fenzl. 30, 31. Laubblattpaare mitachselständigen sterilen Laubsprossen. 32. Laubblatt. 33. Fruchtkapsel mit Kelch. —Sagina glabra Fenzl. 34. Laubblattpaar, 35. Blüte von aussen.