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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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lederig, blassgrün, 4 bis 7 mm lang, breit abgerundet bis abgestutzt, plötzlich in ein kurzes,knorpeliges Spitzchen vorgezogen, dem Kelch angedrückt. Kelch zylindrisch, 1,5 bis 2,3 cmlang, nach oben etwas verengt (Fig. 588e). Kelchzähne ausgezogen-spitz. Kronblätter rosa,zuweilen weiss oder nur rötlich angehaucht. Platte verkehrt - eiförmig, fast ganzrandigoder nur schwach gekerbt. — V bis VIII.

Selten auf sandigen Hügeln und Wiesen, auf Karstheiden, in Strandgebüschen, auf

Dünen, an Felsen; nur im süd-lichen Oesterreich.

In Oesterreich zerstreut imKarstgebiet von Krain (im südlichenInnerkrain um Vreme [bei Divaca], aufdem Monte Slavnik usw.) und imKüstenland (St. Canzian, Triest, Aquileja.Contovello, Ronchi in Friaul, Fiume,Insel Cherso, Volosca).

Allgemeine Verbrei-tung: Oesterreichisches und kro-atisches Litoralgebiet, Dalmatien,Bosnien, Herzegowina.

Aendert etwas ab : var. flaccidusMarchesetti. Stengel rasig, zart, stark ver-zweigt, mit starken Knoten. Laubblätterlineal, weich. Blüten etwas wohlrie-chend. — var. brevifölius Marchesetti(Fig. 588 f). Stengel meist einfach. Laub-blätter kurz, steif, blaugrün, fast säbel-förmig zurückgebogen. — D. Tergestinus,welcher dem D. Caryophyllus verwandt-schaftlich sehr nahe steht, wurde von denälteren österreichischen Autoren fürD. virgineus L. gehalten, mit welchemer allerdings die blattlosen, scariösenScheiden gemeinsam hat. D. virgineusunterscheidet sich aber von D. Tergestinussehr auffallend durch die eiförmigen,spitzen Kelchschuppen, die lang aus-gezogenen, spitzen Kelchzähne und diespitzgezähnte Kronplatte.

Fig. 588. Dianthus Seguierii Vill. subsp. collinus Koch, a Habitus ('/3 nat.Grösse), b Kronblatt, c Kelchsehuppe. — D. Tergestinus (Rchb.) Kerner.d Habitus ( l J3 natürl. Grösse). e Kelch mit Kelchschuppen. — var. brevi-fölius Marchesetti. / Habitus (^3 natürl. Grösse).

946. Dianthus Silvester Wulfen (= D. inodörus Kerner, = D. Caryophyllus L. subsp.

Silvester Rouy et Fouc, = D. caryophylloides Rchb., = D. Wulfenii Dietr., = D. Reuteri

Jord.). Stein-Nelke. Franz.: Oeillet sauvage, oeillet giroffle, oeillet de forets; engl.:

Wood pink. Taf. 102, Fig. 5 und Fig. 590 a.

Diese Art hat ihre Namen fast ausschliesslich nach den steinigen, felsigen Standorten (auf Bergen etc.)erhalten: Stoannagerl (Tirol, Kärnten), Stei(n)-Nägeli (Schweiz), Fluehnägeli (Waldstätten), Alm-nagerl (Kärnten), Bergnägeli (St. Gallen).

Ausdauernd, 5 bis 30 (60) cm hoch, dichtrasig. Pfahlwurzel walzenförmig, holzig,senkrecht oder schräg im Boden sitzend, mehrköpfig. Stengel aufrecht^oder + überhängend,kahl, stielrund, 1- bis 4-blütig. Grundständige Laubblätter in dichter Rosette, aufrecht,lineal (1 bis 2 mm breit), spitz, am Rande rauh, gras- oder meergrün, rinnig. Stengel-blätter lineal, spitz, scheidig-sitzend, das oberste Blattpaar + trockenhäutig-scheidig. Blütengross, nicht oder doch nur schwach duftend, einzeln, endständig oder langgestielt, in 2- bis4- (selten mehr-) blutigen Wickeln. Kelchschuppen 2 oder 4, etwa 1 /i so lang als die