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blätter meist 3 (5 bis 1), am Grunde zu einem beckenförmigen Ringe vereinigt (Fig. 538 d).Fruchtknoten eiförmig, zusammengedrückt. Narben 2, von einem kurzen Griffel getragen.Frucht von der Blütenhülle umgeben, kaum oder unregelmässig aufspringend, zuletzt miteinem ringförmigen Krönchen versehen (Fig. 538 h). Samen braunschwarz, warzig (Taf. 95,Fig. 1 b und Fig. 538 e). Keimling ringförmig.
Zu dieser Gattung zählen ca. 5 namentlich im Mittelmeergebiet und in den untern Donauländernverbreitete, wenig auffallende Arten. In ihrem Habitus erinnern sie gewissermassen an Scleranthus-Arten.Vielfach werden sie — wegen der Ausbildung der Staubblätter und der Samenanlage — den Amarantaceenzugezählt, denen sie offenbar sehr nahe stehen. Ausser den 3 unten näher beschriebenen Arten, die einandersehr ähnlich sehen, wurde in Niederösterreich (Wien: im Garten des Theresianums) und um Prag schonadventiv P. Heuffelii Läng aus dem pontischen Florenreich beobachtet. Tragblätter der Blüten 6 bis 10malso lang als die Blutenhülle.
1. Tragblatt höchstens doppelt so lang als die Blütenhülle (Fig. 538c) . P. verrucosum nr. 851.1*. Tragblatt mindestens 3 mal so lang als die Blütenhülle (Fig. 538 f, g)......... 2.
2. Vorblatt höchstens so lang als die Blütenhülle (Taf. 95, Fig. 1 a, Fig. 538 f) P. arvense nr. 849.2*. Vorblatt bedeutend länger als das Perigon (Fig. 538g)........P. maius nr. 850.
849. Polycnemum arvense L. (= P. minus Kitt., == P. vulgäre Pall, = P. triandrum
Schrank). Acker-Knorpelkraut. Taf. 95, Fig. la und Fig. 538f.
Einjährig, 2 bis 30 cm hoch, zuweilen rötlich überlaufen. Stengel besonders amGrunde sehr ästig, flaumig, später kahl werdend. Aeste niederliegend oder aufsteigend.Laubblätter aus breiterem, flachem Grunde dreikantig-pfriemlich zugespitzt, fast stechend.Tragblätter 2 bis 4 mal länger als die Blüten (Fig. 538f). Vorblätter fast grannig-zugespitzt,kürzer oder so lang als die 1 bis 1,5 mm lange, grüne oder rötliche Blütenhülle. —VII bis X.
Stellenweise auf sandig-lehmigen Aeckern, Brachfeldern, auf kiesigen Stellen; nur imTief-lande; zuweilen mit Alsine viscosa, Centunculus minimus, Radiola linoides, Euphorbia exigua etc.
Fehlt in der nordwestdeutschen Tiefebene (westlich nur bei Bergen an der Dumme) und in Schleswig-Holstein vollständig; dagegen noch in Ostpreussen (Königsberg). Auch in Oesterreich einzig in Böhmen.Mähren, Schlesien, Ober- und Niederösterreich (nicht selten im Gebiete der pannonischen Flora). Wird inTirol, Steiermark, Krain etc. durch die folgende Art ersetzt.
Allgemeine Verbreitung: Mittel- und Südeuropa, Kaukasusländer, Sibirien.
Ist in der Tracht ziemlich veränderlich: var. vulgätum Beck. Stengel wenig verzweigt, mit bogigaufsteigenden, kurz verästelten Zweigen. — var. inundätum Schrank (= var. multicaüle Wallr., = var. pro-cümbens Gaud., = var. pümilum Schur nee Hoppe). Stengel am Grunde reichlich verästelt, mit verlängerten,bis 30 cm langen, niederliegenden, + reichlich verzweigten Aesten, deren Aestchen zuweilen verkürzt sind undBüschel bilden. Laubblätter aufrecht-abstehend, gerade, 2 bis 4mal länger als die Blüten. — var. longif öliumBeck (= var. recürvum Gaud.). Laubblätter länger, fast borstlich, 8 bis 12 mm lang, aufrecht abstehend,5 bis 8mal länger als die Blüten. — var. recürvum Loisel. (nee Gaud.). Blätter abstehend, zurückgekrümmt(sonst wie die vorige Form). — var. pümilum (Hoppe) Beck (= var. Simplex Schur). Stengel aufrecht, kaumverzweigt, fingerlang. — Im jungen Zustande liefert die Pflanze ein ziemlich gutes Viehfutter.
850. Polycnemum mafus A. Br. (= P. arvense L. var. simplex Wallr., = var. maiusC. Schimper, = var. pinifölium Rchb., = P. arvense auet. tirol. nee L.). Grosses
Knorpelkraut. Fig. 538g.
Einjährig, 10 bis 20 cm hoch (in der Tracht an Salsola Kali erinnernd). Stengeleinfach oder oft vom Grunde an ästig, niederliegend oder aufsteigend, öfters kräftiger undlänger als bei nr. 849, warzig flaumig. Laubblätter kräftiger, dicker, steif, am Rückenabgerundet, oberseits rinnig, dornig-stachelspitzig, 0,5 mm (gegen den Grund zu bis 2 mm)breit und bis über 1 cm lang, graugrün, kahl. Tragblätter mehrmals (2 bis 8 mal) längerals die 2 bis 2,5 mm lange Blütenhülle. Vorblätter lanzettlich-pfriemlich, grannig zugespitzt,